Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
297
Einzelbild herunterladen
 

297

die Türken (und sich einen neuen Gemahl)zu geben, sich bereden lassen, dein polnischenKönige ihre Hand anzubrechen. Noch vorder Vollendung der Unterhandlungen wurde(1440 Febr.) ihr Sohn gcbohrcn. Sic be-reute nun den gethancn Schritt, und brachtees dahin, daß die meisten Großen des un-grischen Reiches ihren kleinen Sohn als denNachfolger seines Vaters anerkannten. DieAbgeordneten, welche zu Cracau den Ver-gleich mit dem Könige von Polen schließensollten, ließen sich aber durch den erhaltenenGegenbefehl nicht abhalten, ihn zur Richtig-keit zu bringen.

Derjenige, der den polnischen Wladis;law V 5) am meisten begünstigte, war Jo-hann von Huniad, Woiwodc von Sieben-bürgen, ein unehlicher Abkömmling KaiserSicgmunds, den man gemeiniglich für einenWalachen von niedrigem Stande hielt. DenNamen Huniad führte er von seinem Gute,und von dem Dorfe Hollos (Nabe) nennteer sich lateinisch Corvinus. Die deutschen

Rath-

ch Die Ungern nennten eben denselben Ladis-laus I.