müßten schöne Mädchen, bcp dem Schalle derFlöten, vor seinem Schlosse tanzen. JederArzt von einigem Rufe mußte herbeykomsme». Der Mönch Franz von Paulla, einberühmter Wundcrthater, und der Stiftereines neuen Ordens, sollte seine Künste anLudwig XI gleichfalls in Ausübung brin-gen; er wollte aber nicht den Arzt seinesKörpers, sondern seiner Seele, machen.Die Acrzte ließen sich ihre von Ludwig XIso hochgeschätzte Kunst sehr gut bezahlen.Einer derselben, Jacob Locticr, erpreßte vonihm nicht nur auf 200000 baarc Goldthaler,sondern auch noch Verschreibnngen auf Güterund Ehrenstellcn. Ludwig XI badete sich,wie man ihm Schuld gicbt, sogar in demBlute kleiner Kinder, um seine Safte znverbessern. Er wollte den Tod von demSchlosse Plcssis lcs Tours, seinem liebstenAufenthalte, durch eiserne Fcnsterstabe, er-höhete Zinnen der Schloßmauern, und starkeWachen abhalten.
Ludwigs Todesangst war eine natürlicheFolge von den Empfindungen, welche dieErinnerung an seine grausamen Handlungen
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