Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
211
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guten Wirthschaft, und einer angestrengtenThäligkcit, gab. Da er keinen glänzendenHofstaat unterhielt, und fast beständig aufReisen, oder auf dem Lande war, so hatteer wenig Veranlassung zum Aufwände. DieFranzosen ahmten ihrem Könige nach; da-durch nahmen ihre Einsichten, nahm ihrWohlstand merklich zu.

Aber der lobenswürdige Regent war einvcrabschcuungswürdiger Privatmann, in des-sen Charakter vornehmlich Aberglaube undGrausamkeit in die Augen fiel. SeinenAberglauben beweiset seine gewaltige Furchtvor der Hölle, seine Liebe zu frommen Wall-fahrten (die ihm freylich auch manchmahlzum Auskundschaften einer gewissen Gegenddienten) das große Zutrauen, das er aufAstrologie und Magie, und besonders auchauf die gegen die Todesfurcht so trostreicheKunst der Aerzte, setzte. Seine Furcht vordem Hinscheiden aus dieser Welt veranlagteihn, zu allerhand Zcrstrcunngsmitteln seineZuflucht zu nehmen. Während das ganzeFuder von gesammelten Reliquien ihn, zuge-führt wurden, um ihm Hülfe zu verschaffen,O 2 mußten