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Johann Gerson, und andere einsichts-volle Mitglieder der Versammlung, vornehm-lich die deutschen Prälaten, hielten den jetzi-gen Zeitpunkt, wo der Einfluß des Pabstcsvöllig aufgehört hatte, für den günstigsten,die gewünschte Verbesserung in Ansehung desHauptes und der Glieder der Kirche durch-zusetzen ; allein die schlauen Cardiualc wei-gerten sich hartnackig, ohne Oberhaupt, aufdie Erörterung dieses wichtigen Punktes sicheinzulassen. Man setzte ihrer Weigerungnicht genug Standhaftigkeit entgegen, undließ sich durch das Versprechen, daß die ver-langte Reformation der Wahl eines neuenPabstcs sogleich nachfolgen sollte, von ihnentäuschen.
Die Versammlung schritt hierauf (1417Nov.) zur Wahl eines neuen Pabstcs. Diemeisten Stimmen fielen auf einen edlen Ita-liener aus dem Hause Colonna, der sichMartin V nennte. Das Vertrauen, dasman auf seine vorzüglichen Eigenschaftensehte, war so groß, daß man ihn als einGeschenk des Himmels betrachtete. Sicg-mund stürzte sich, als seine Wahl bekannt
wurde.