95
tenlheils für den Kaiser'. Die Entschlossen-heit der Kurfürsten und der Rcichsversamm-lung bewirkte auch, daß der Pabst feinenProceß gegen den Kaiser etwas wenigerhartnackig fortsetzte, zumahl da Frankreich,mit England in Krieg verwickelt, ihn nichtkräftig genug unterstützen konnte. Ludwigbenutzte diese günstigen Umstände nicht ge-nug, um seine Aussöhnung mit dem Pabstzu bewirken.
Die unangenehmen Folgen seiner Nach-lässigkeit fühlte Ludwig, als Benedicts XIINachfolger (1Z42) Clemens VII, ihn vonneuem in den Bann that, und die Beschlüsseder frankfurthcr Neichsversammlung für un-gültig erklärte. Durch die Aufforderungendes Pabstcs ließen sich Ludwigs Feinde inDeutschland, die ihm seine Habsucht zuge-zogen hatte, endlich bewegen, ihm an demKönige Karl von Böhmen, dem NachfolgerJohanns, der in der Schlacht bey Crecydem Heldcntode entgegen rennte, ein andresNeichsoberhanpt entgegen zu stellen. Karlgieng selbst nach Avignon, um die Sachemit dcni Pabst in Nichtigkeit zu bringen.
Die