des Kaiserthums sowohl in Italien, als inDeutschland, zu behaupten. Zur Erreichungdieser Absicht aber bedurfte er einer größernMacht, und zur Vergrößerung derselbenboth sich ihm bald eine günstige Gelegen-heit dar.
Der damahlige Besitzer von Böhmen,Heinrich von Kärnthcn, wußte sich in derLiebe und in dem Zutrauen der Böhmennicht zu behaupten. Er schleppte das böh-mische Geld nach Kärnthen, beleidigte dieBürger der Stadt Prag, und mißhandeltedie Stande, die ihr Mißvergnügen zu lautäusserten. Diese wendeten sich daher (izio)an den König Heinrich, und trugen ihmfür seinen Prinzen Johann ihr Reich, unddie Prinzessin Elisabeth, an, die ihrSchwager, Heinrich von Karnthen, zu einerunsiandesmaßigcn Heyrath zwingen wollte.Heinrich VII bedachte sich deswegen; ersuchte die Stände zu einer andern Vermäh-lung der Elisabeth zu bereden. Da manihm aber bewies, daß der kärnthensche Heinrichauf die böhmsche Krone kein gegründetesRecht hätte, so entschloß er sich endlich, sieA 2 für