Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

dem Plane der geistlichen Kurfürsten, einemmächtigen Herrn, der ihren angemaßten Borrrechten Gränzen setzen konnte, auf den Thronzu helfen. Selbst der Pabst sah es lieber,wenn der deutsche König kein großes Land,keine ansehnliche Macht, hatte, und da derfranzösische Prinz, Karl von Valois, ein BruderPhilipps IV, sich um den Kaiscrthron bewarb,so gab Clemens den geistlichen Kurfürstenheimlich den Rath, die Wahl eines andernzu beschleunigen. Zugleich schlug er ihnenden Grafen Heinrich von Luxemburg, einenBruder des Kurfürsten Balduins von Trier,zum Könige vor. Nu» wurden alle vonden weltlichen Kurfürsten empfohlene Thron-Candidaten zurückgewiesen, und der GrafHeinrich, der denen, die seine Wahl beför-derten, viel gab und nicht wenig versprach,hatte das Glück, die Würde eines Reichs-oberhauptes zu erlangen.

Heinrich der VII, ein berühmter Tur-nierhcld und ächter Ritter,, ein streng-gerechter, kluger und thatigcr Mann, dersich Frankreichs Negicrungsform zum Musterwählte, war fest entschlossen, die Rechte

des