?
Gras Raimrmd von Tripoli, diese Gelegen-heit benuhen würden, seiner Familie, derenMannsstamm mir ihm ausstarb, den Thronvon Jerusalem gar zu entreisscn, so ver-mählte er seine Schwester Sybille miteinem jungen französischen Herrn, dem Veitvon Lusignan, der, nun den Rcichsvcrweservorstellend, zugleich für den erklärten Thron-folger galt. Darüber regte sich der Neidund die Eifersucht der übrigen christlichenFürsten in Syrien sehr lebhaft. Am mei-sten hatte der Graf von Tripoli dagegeneinzuwenden.. Balduin kam dadurch so insGedränge, daß er, um die Fürsten zu beru-higen, die Thronfolge anders einrichtete,und seinen Neffen Balduin, einen Sohnder' Sibylle und des Grafen von Monr-ferrat, einen Knaben von 6 Jahren, zumKönige krönen ließ. Der herrschsüchtigeGraf von Tripoli sollte den Vormund desminderjährigen Königes vorstellen. AberLusignan fühlte sich nicht gencigr, die Rechte,die er sich einmahl erworben hatte, demkleinen Balduin, oder vielmehr dem Rai-mund, aufzuopfern. Jener wurde vergiftet,lind Lusignan brachte es, vom Patriarchen
NN-