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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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abgerissen — sehr gefiel, erklärte sich hierzu bereit und eröffnete ihmsogar, ausschließlich auf den guten Eindruck seiner Persönlichkeit hin,einen Blankokredit von 5000 Talern. Die Firma hat dann weiterhinHegenscheidt in seinem Unternehmen in jeder Weise gefördert und dieVerbindung mit ihm bis zu seinem Lebensende fortgesetzt.

Wie der Bergbau und Hüttenbetrieb haben dann auch gleichzeitigdie Flachsindustrie und Zuckerrübenfabrikation durch Zuhülfenahme derMaschinen, deren Herstellung im Inlande kräftig befördert wurde, einenlebhaften Aufschwung genommen, wobei Eichborn & Co eine große An-zahl erster Etablissements auf das tatkräftigste unterstützt haben. Auchdie angrenzenden österreichischen Provinzen haben für diese Branchenvielfach die Hülfe der Firma, die meistenteils in Blankokreditgewährungseitens Eichborn & Co bestand, in Anspruch genommen.

Ein recht ansehnliches Handelsobjekt war zu jener Zeit der Roh-zink, dessen Produktion sich von da ab wesentlich erhöhte. Da dieHauptproduzenten ihre Erzeugnisse lange Zeit hindurch nur gegen bareZahlung Zug um Zug (sie waren nicht Kaufleute) abgaben, so mußtendie auswärtigen Käufer sich eines Kommissionärs in Schlesien bedienen,der den Zink daselbst von den Produzenten bezw. deren Vertretern kaufenund die Lagerscheine gegen Barzahlung in Empfang nehmen mußte.Eichborn & Co besorgten in dieser Weise Einkäufe für verschiedeneHamburger sowie englische und süddeutsche Häuser, wobei ihnen auchdie Spedition der Ware zufiel.

Eine nicht gerade erfreuliche Episode in ihrer damaligen Geschäfts-tätigkeit war die in der Subhastation notwendig werdende Übernahme derGüter Dubensko, Ornontowitz und Czerwionka seitens der Firma, die zueinem ausgedehnten landwirtschaftlichen Betriebe zwang, der ganz undgar nicht im Geschmack Ludwig Theodors lag. Er trat dieselben daherunter Beteiligung der Firma zur besseren Verwertung an eine Gesellschaftab, der die bedeutende Dampfmühle in Czerwionka sowie die von derFirma erbohrten Kohlenflötze mit zu Grunde gelegt wurden. Anfang derachtziger Jahre verkaufte dann die „Ornontowitzer Actien-Gesellschaft“,dies war ihr Name, da sie Betriebsmittel in ausreichender Höhe nichtaufbringen konnte, das ganze Besitztum auf Betreiben von Eichborn & Co