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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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Viele Tausende strömten nach diesen damals völlig unwirtlichen Gegenden,und riefen, da es daselbst an allem fehlte, Warensendungen jeder Artnach dort hervor, die ganz außerordentliche Gewinne ergaben. AuchEichborn & Co beteiligten sich hieran, indem sie dem freundlichen Aner-bieten der Firma Kuhnhardt, Kayser & Hayn in Mazatlan (Kalifornien), aneiner Schiffsladung von Bedarfsartikeln zu partizipieren, entsprachen. DerErfolg von 20 40 und mehr Prozenten Reingewinn an den einzelnenArtikeln der ersten Schiffsladung hatte die Beteiligung an einer zweitenSendung zur Folge, die indessen nur noch 5 8% Nutzen abwarf, da dieAbladungen solche Dimensionen angenommen hatten, daß viele Absendersogar schwere Verluste erlitten.

Die kriegerischen Verwickelungen der anderen großen europäischenStaaten waren inzwischen Deutschland insofern zustatten gekommen, alsdieses während dem Gelegenheit gehabt hatte, seine Industrie nach allenRichtungen hin in voller Ruhe fördern und entwickeln zu können.

Für die Firma hat sich hierbei vielfach Anlaß zur Unterstützung inverschiedenen Branchen geboten. So hat sie zunächst, wie schon frühereinmal erwähnt, die ersten Anfänge der Flachsgarn-Maschinenspinnereiin Schlesien in tatkräftigster Weise durch ihren Kredit gefördert und da-durch z. B. die glückliche Entwickelung von Firmen wie Alberti in Walden-burg und Kramsta in Freiburg zu einem guten Teile ermöglicht und be-gründet. Ja sie ist sogar selbst unter die Industriellen gegangen, indemsie sich 1841 mit einigen anderen Breslauer Häusern und der Seehandlungzum Betriebe der von dieser als ersten in Schlesien errichteten Kammgarn-spinnerei in Breslau vereinigt hat 1 ). Der Zweck dieses Etablissementswar, die Fabrikation kammwollgarnener Stoffe von dem englischen Garn-import unabhängig zu machen. Leider hat das Unternehmen keinengünstigen Erfolg gehabt, sondern den Beteiligten Verluste gebracht, sodaßsich diese mit dem Bewußtsein trösten mußten, der heimischen Industrieeinen wichtigen Dienst geleistet zu haben.

1) Näheres siehe die Verhältnisse des Königlichen Seehandlungs-Instituts usw. p. 41, Nach-trag zu der Denkschrift vom 18. Februar 1845 über die Verhältnisse des Königlichen Seehandlungs-Instituts, Berlin 1847, p. 10 und von Poschinger, a. a. O. II, p. 68, Anm. 1.