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Wenige Jahre, nachdem die Firma in ihr neues Heim, das sieseitdem nicht mehr verlassen hat, eingezogen war, hat der Tod Friedrichden Großen abberufen. Es sei uns gestattet, als ein Beispiel, wieunermüdlich der große König bis zu seinem letzten Augenblicke überdem Wohl seiner Staaten gewacht und besonders die Entwickelung derseinem Herzen ja am nächsten stehenden heimischen Industrie verfolgthat, hier eine am 31. März 1785, also nicht ganz anderthalb Jahre vorseinem Tode, an den Minister Hoym erlassene Ordre mitzuteilen:
„Mein lieber Etats Ministre von Hoym. Es werden in Franck-reich gewisse Sorten Tücher gemacht, die Vancobois und auch Drapd’ableville genannt werden. Daß sind die Arten Tücher, die ammehresten nach der Wallachey und nach der Türkey hingehen; dieserAbsatz kann denen Woll Fabricanten in Schlesien leichte verschaffetwerden, wenn ein vernünftiger und zuverlässiger Mensch nach Franck-reich hingeschickt wird, der so viel Kopf hat, daß er das nachsiehet,wie diese leichte Art Tücher dorten verfertiget werden, und sich vonallem recht au fait setzet: auch kann er was zur Probe mitbringen,damit unsere Fabricanten das sehen, und um so eher begreifen, wiedas recht gemacht werden muß: Ich habe Euch also solches hierdurchzu erkennen geben wollen, mit der Aufgabe, Euch danach zubemühen und zu sehen, wie Ihr einen dergleichen vernünftigen undum sich wissenden Menschen ausmittelt, den man in dieser Absichtnach Franckreich hinschicken kann. Ihr werdet also das hierunterErforderliche besorgen und Ich bin Euer wohl affectionirter König
Friedrich. *
Potsdam den 31ten Mart. 1785“ 1 ).
Gleichsam als die Antwort hierauf haben wir das folgende
1) B-A, 877. Diese Ordre stellt zugleich ein Dokument aus der großen Zahl derjenigen dar,die sich auf Friedrichs des Großen Bestrebungen zur Hebung der einheimischen Tuchindustriebeziehen. Letztere war besonders von den siebziger Jahren an in den Vordergrund seines industriellenInteresses getreten. Sehr bezeichnend hierfür ist u. a. eine Ordre vom 21. Januar 1782 an den der-zeitigen Seehandlungspräsidenten von der Schulenburg, in der es heißt: „Eine große Sache ist zumachen mit dem Tuchhandel“ etc. (Die Verhältnisse des Königlichen Seehandlungsinstitutes unddessen Geschäftsführung und industrielle Unternehmungen 1845. p. 76).