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S ch n e c r,
Schon nach dcm Tode Friedrichs II. gab Preußen sein eigent-liches Lebensprincip auf; eS hielt die von diesem großen Fürsten ge-machten Einrichtungen, während die Verhältnisse sich geändert hat-ten, als vortrefflich fest, und vertauschte die Bewegung mit dcmStillstande; daher brach der künstliche Bau unter dem Kanonendon-ner der Schlacht von Jena krachend zusammen.
Die Männer, welche damals aus den Trümmern, die jeneVerwüstung übrig gelassen, ein neues und festes StaatSgebäude zuerrichten hatten, fingen, wie es der verständige Baumeister macht,bei den Grundlagen an.
Unter der weisen Leitung Friedrich Wilhelms III. trachteten jenepreußischen Reformatoren nicht zuerst danach, die erlittenen Verlustewieder zu gewinnen, sondern dem übrig gebliebenen Theile desStaates durch kräftige Bindemittel Halt und Festigkeit zu geben.Was in Frankreich nur in der furchtbarsten Aufregung der Revolu-tion an positiven Grundlagen für die Freiheit erreicht werden konnte,bestimmte für Preußen, als Werke ruhiger Besonnenheit, die orga-nische Gesetzgebung der Jahre I8l)7 bis 1813.
Da die Stützen einer festen Regierung nicht in den einzelnenaristokratischen Pfeilern erkannt wurden, vielmehr die Masse desVolkes eine breite Unterlage für die Sicherheit des Thrones bildensollte, wurden die Vorrechte dcS feudalen Abels aufgehoben und deralte Staat nach diesem Principe umgeformt.
Natürlich erhob sich sehr balv eine restaurirendc Opposition,welche auö den Anhängern der alten Patrimonial-Monarchie her-vorging, und ließ sich laut gegen diese kräftigen Reformen ver-nehmen.
Ihre Stimmen verhallten zuerst in der Unruhe des Kriegsge-wühles ohne Beachtung. Als aber die Jahre deS Friedens wieder-gekehrt waren und später eine über ganz Deutschland verbreitete,politische Aufregung die öffentliche Aufmerksamkeit in Anspruch ge-nommen halte, da verschaffte sich jene Opposition zahlreiche An-hänger durch ihre warnende Lehre „daß man den eingeschlagenenWeg der Reformen nicht weiter verfolgen dürfe, weil er, wie es sichzeige, zur Auflösung aller Verhältnisse und zum Untergänge führe.Die außerordentlichen Umstände hätten zwar außerordentliche Mittelnbthig gemacht, da die erstercn aber vorüber wären, sei die Fort-dauer der letzteren nicht an der Zeit. Habe man eine große Streckenach vorwärts zurückgelegt, so erscheine es vernünftig, auch nachrückwärts zu schauen."