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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
Seite
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ZI -

und freiwillige Anlehen außerhalb Mannheims aufzunehmen.Die Rückzahlungstermine konnten nicht eingehalten werdenund so wurde die Stadt vielfach verklagt. (Vergleiche Feder,Geschichte der Stadt Mannheim.)

Am 16. August 1804 ergeht für Frau Bassermann Urteilgegen die Stadt über 3000 Gulden nebst Zinsen vom21. März 1797.

Von der Snsanna Erb, der Ehefrau des Wilhelm Basser-mann, sind eine Anzahl Briefe aus den Jahren 17811808vorhanden, welche einen Einblick in ihr Leben und ihr Wesengewähren und helle Schlaglichter auf die ganzen Zeitver-hältnisse werfen.

Die Briefe sind an den Inspektor Schmidt gerichtet, welcherzuerst Pfarrer in Albersweiler bei Landau, dann in Lützelsteinund zuletzt in Ingweiler war, wo er 1816 starb.

Die Susanna Erb war eine Jugendfreundin des Schmidt,ein Enkel des letzteren, Pfarrer Jäger, gab die Briefe derBassermann'schen Familie zurück. Er schreibt über dieSusanna Erb und ihre Beziehungen zu Schmidt:

Das Verhältnis war ein inniges, wie es unter edlenMenschen der Fall ist, die Briefe atmen tiefe Hochachtungfür ihren Freund, die mit dem Alter eher zunimmt alssich abschwächt. Aus dem Inhalt geht hervor, daß sieein edles und für ihre Zeit hochgebildetes Weib voll derchristlichen Gesinnung gewesen."

Die Briefe sind hochinteressant, einzelne Stellen sindnachstehend abgedruckt. Der Stil ist vortrefflich.

Schwärmerische Gefühle der Freundschaft, ein liebevollesEingehen ans die Lebensinteressen der Freunde, Begeisterungfür die Schönheit der Natur durchwehen dieselben. Wirfinden in ihnen die Ueberschwenglichkeit der Rousseau'schen Zeit.

Rührend ist die Treue und Anhänglichkeit, mit der siean ihren Geschwistern und deren Kindern hängt und für siesorgt und die sie auch überträgt auf ihre Stiefsöhne.