Frau Anna Elisabetha als Bäckermeister in Hanau wohnhaftgewesen; im Oktober 1741 kaufte er in Heidelberg ein Hausin „der oberen Straß hinter der Heumarkt"; es scheint ihmindes in Heidelberg nicht behagt zu haben, denn schon am23. April 1744 verkaufte er dies Haus wieder, zog wohlauch von Heidelberg weg, ohne daß weitere Nachrichten vonihm übrig geblieben sind. Wilhelm Bassermann hatte zweiBrüder und zwei Schwestern; der älteste Bruder FriedrichDaniel ist am 5. Juli 1738 geboren, war also 6 Jahreälter, dann kam Johann Adam, am 12. März 1740 geboren, also4 Jahre älter als er. Die älteste Schwester, geboren am10. März 1737 hieß Katharina Christina und heiratete denPfarrer Erb in Rohrbach, von ihr wird noch die Rede sein;eine jüngere Schwester Maria Sara, ein Jahr vor ihremBruder Wilhelm am 5. Mai 1743 geboren, ist als Kindgestorben.
In dem Dreikönigswirtshaus mit seinen großen, weitenRäumen, seinen Höfen und Winkeln, wuchsen die Kinder aufund mögen mancherlei Interessantes gesehen und erlebt haben;Fremde aller Nationalitäten und Stände gingen dort ein undaus, viele Studenten wohnten in den Drei Königen, einemstattlichen Gebäude mit seinen erstaunlich dicken Mauern, inwelchem auf den Böden und Speichern ein ganzer Eichwaldverbaut war und in dem heute noch prachtvolle geschnitzteSchränke von alter Zeit erzählen.
In der Geschichte und Beschreibung der Stadt Heidel-berg von Friedrich Peter Wundt (erster Band), gedruckt inMannheim 1805 wird berichtet:
„Beschreibung der merkwürdigsten Plätze der Stadtund Vorstadt von Heidelberg.
Das Gasthaus zu den Drei Königen, mitten auf derStraße, der Judengasse und dem Lombardinoischen ehemalsHahn'schen Handlungshause auf der linken Seite der Straße,gegenüber. Es wurde nach der Zerstörung der Stadt von