Druckschrift 
Vortrag zur Gedächtnißfeier König Friedrich Wilhelms III, gehalten am 3. August 1843 in der Universität zu Berlin
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

menhängcndcn Theile willen vergessen, daß erstdurch ihre Einigung ein starker Staat, und einmachtiges Volk entsteht. Die Meinung: daßirgend eine neue Landabtretung vortheilhaftersein könne, als die größte innere Anstrengung,ist thöricht und verdammlich; sie beweiset eben,daß man die Einheit des Staates und die An-hänglichkeit des Volks viel zu gering anschlagtund mit Gut und Blut nur schachert. Auchwürde ein abgetretenes Land dem Kaiser Na-poleon sicher die Summen einbringen, welche ervon Preußen verlangt, und sich daraus nur dieUngeschicklichkeit der eigenen Bewirthschaftungergeben. Die Hoffnung endlich, daß der Kai-ser bei einem verzweiflungsvollen Anerbieten einerLandabtretung, aus Milde und Barmherzigkeitweder Land noch Geld nehmen werde, ist durch-aus leer und trügerisch.

So lagen die Sachen, so hoffnungslos wa-ren die höchsten Staatsbeamten, so voll muthi-