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vertreten, die mir leider keinerlei Förderung in meiner Bear-beitung der Gruppe wie der Inschrift bringen konnten. Ich habe4 Jahre gewartet, weil zu vermuten war, daß ein fälschenderBildhauer, der so viel kann, der einen Gelehrten zur Hand hat,der sowohl in der griechischen Mythologie wie in der Epigraphikund in der keltischen Lautlehre aufs genaueste bewandert ist,der nirgendwo sich offenkundig an bekannte Vorbilder anlehnt,der auch gleich ein Stück griechischen Marmors zur Hand hat,daß ein derartiges Paar von Fälschern noch mehr Gelegenheitfinden werde, sich in der gleichen Weise zu betätigen. Es istaber keine Spur derart nachzuweisen gewesen. Sollte es jedochgelingen, das Fälscherpaar zu entdecken, so schlage ich vor, fürdie Teufelei ihm die Absolution zu erteilen; denn sein Gewinnkann ein nur sehr bescheidener gewesen sein, da beim mindestensdritten Verkauf das Denkmal nur 220 Mark gebracht hat. DenGelehrten, der sich Gruppe und Inschrift ausgedacht, würde ichgern für eine freiwerdende Professur für Altertümer in Vorschlagbringen: denn allen denen, die sich bis jetzt an seinem Werkgemessen haben, war er weit überlegen, an Wissen und anKönnen, ein Mann von einer Gelehrsamkeit und einer Vielseitig-keit, wie wir ihn heute schmerzlich vermissen und notwendiggebrauchen. Nach meiner Überzeugung ist aber hierfür wenigAussicht vorhanden. Griechische Inschriften sind weit seltenergefälscht worden als lateinische Inschriften, zumeist in Italienund Sizilien, wenn wir von gefälschten Abschriften von angeb-lichen Inschriften absehen. Auch die falsche Inschrift des Mu-seums von Karlsruhe (840 Schumacher) ist in Italien verfertigt.Bei dieser letzteren, wie bei der Sammlung, die das traurige Vor-spiel zu Kaibels Inscriptiones Graecae Italiae et Siciliae bilden,sind die Vorbilder zumeist nachweisbar; mit den Worten Tictaex’ pflegt die Erläuterung zu beginnen. Nichts dergleichen istbei der hier behandelten Inschrift zu erweisen. Auf dem Gebietdes alten Germaniens verzeichnet Kaibel p. 36 drei Nummern,von denen zwei 384, 385 nur auf Abschriften beruhen, 383 inTrier mit den fraudes Schaefferianae in Zusammenhang gebrachtwird. Ich sehe davon ab, darzulegen, wie verschieden die Sach-lage bei der Skulptur von Coblenz liegt. Wer weiß, daß man invoraugusteischer Zeit eine barbarische Sprache mit griechischen