Druckschrift 
Über eine Marmorstatuette der Grossen Mutter mit der ältesten Inschrift des Rheinlandes in keltischer Sprache : mit 2 Tafeln und 2 Textabbildungen
Entstehung
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Gaule II, Paris 1908, p. 260; S. Reinach description d. mus. d.S. Germain, p. 191; Repertoire d. 1. statuaire II, Paris 1897,p. 256). Auf der Rückseite der Coblenzer Gruppe ist kein Stier-kopf, sondern der Kopf eines Mannes mit mächtigem Haupt-haar und Barthaar abgebildet, der unmittelbar auf einem vier-eckigen Steinklotz aufliegt, augenscheinlich einem Altar. DerKopf ist nicht etwa eine Büste in Form einer Herme oder einerWachsbüste. Denn es fehlt der Sockel und jede Andeutung desHalses, indem die Haare des Kinnbartes unmittelbar den Randdes Steins berühren. Das Kopfhaar ist durch ein Band von demStirnhaar getrennt, das die Stirn bis zu den Augen und bis zurNasenwurzel überdeckt; die einzelnen Strähne sind wiederumdurch schräge, eingeritzte Striche angezeigt. Zu beiden Seitenund gerade über dem Menschenhaupt ist je ein Bild in ganzflachem Relief mit sicherer und flotter Zeichnung ausgeführtund mit einer braunen, okerartigen Farbe überzogen; dicht unterdem Kopf aber auf der Vorderseite des Altars eine vierzeiligeInschrift innerhalb eines viereckigen Rahmens angebracht. Aufder rechten Seite erkennen wir einen senkrechten Stab, an demkreuzweise in Form eines X zwei kürzere Stäbe angebracht sind.Das Ganze ist von 8 eiförmigen Tupfen, den Zeichen des Randeseiner Flamme, umgeben. Diese Form der x-förmig gekreuztenKienfackeln ist aus griechischen Vasenbildern bekannt (S. Rei-nach, Rdpert. d. vases, p. I, p. 156), sie zeigt die urwüchsige undsinnreiche Erfindung der Vervielfältigung der einfachen Licht-stärke eines Kienspahns (Daremberg-Saglio, Dictionn. d. ant.unter fax). Auch die Erlesenheit dieser Darstellung ist geeignetZweifel an der Echtheit des Bildwerks zu zerstreuen. Es warennamhafte Forscher, denen ich diese Darstellung zeigte und denendie Deutung nicht gelingen wollte.

Den Stiel und den Fuß dieser Fackel bedeckt ein rundes Gerät,das durch zwei konzentrische Kreise wiedergegeben ist: eineHandpauke. Über dem Männerkopf sehen wir den Knäuel einerSchlange, die den Kopf nach dem oberen Rand rechtshin aus-reckt; die drei Einzelbilder sind sowohl inhaltlich, wie der male-rischen Darstellung wegen gleich bedeutsam und wertvoll. DasBild auf der linken Seite vom Beschauer gesehen hat durchPutzen am meisten gelitten und ist mir fürs erste unverständ-