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Als aber mm Heiligcnstein vor den Zillerhöfen Stellungnehmen wollte, gewahrte er auf dem rechten Nfcr derZiller-Verschanznngen und -Verhaue, aus denen die Tirolerauf Heiligenstein's Schützen und das hinter denselben auf-marschierende Bataillon heftig zu feuern anfingen, wodurchnicht nur die Bewegung des Bataillons, fondern auch dieder mitvorgerückten Batterie „Vandonve" gehemmt wurde.
Jetzt entschloß sich Heiligenstein, die Tiroler aus ihrenVerschanzungen zu werfen und rückte im Sturmschritte gegendie Anhöhe vor. Kaum aber hatte er den dort befindlichenWald erreicht und hier die Verschanzungen und Verhaue,sowie die Stärke ihrer Besatzungen besser überblicken können,als er die Ueberzengung gewann, daß er, ohne die Hälfteseiner Leute zu opfern, die Verschanznngen nicht in der Fronterstürmen könne.
Während nun vor der Front der letzteren ein Detache-inent belassen wurde, um die Tiroler zu beschäftigen undderen Feuer von dem aufmarschierenden Bataillon abzu-lenken, zog sich Heiligenstein, hierdurch den Verschanznngenausweichend, in größter Schnelligkeit etwas links und rücktedann rasch vor. Als er sich in gleicher Höhe mit den Tirolernbefand, ließ er die linke Schulter vornehmen und griff letzterein ihrer Flanke mit einem mörderischen Feuer an. Durchdiese Bewegung gelang es Heiligcnstein mit seinen 90 Schützenbei 300 Tiroler aus allen ihren Verhauen und Verschanz-nngen zu werfen. Gleichzeitig waren hierdurch aber auch diezu Ambras postierten Tiroler in ihrer linken Flanke derartbedroht, daß sie diese Stellung räumen mußten, welchenoch an demselben Tage von den Bayern in Besitz genommenwurde.
Da diese That, wie das zu München am 2. Mai 1810unter dein Vorsitze des Generalmajors Vieregg abgehalteneOrdenskapitel erkannte, eine freiwillige war, Heiligensteinmehr tat als seine Pflicht erforderte, und er durch eine klugeDisposition einen günstigen Erfolg herbeiführte, so sprach