Druckschrift 
Abtruck || Deren || Vor Ihro || Römisch-Kayserlich- || Und || Königlich-Catholischen || Majestät || Preyszlichstem Reichs-Hoffrath || Wider || Ihre Churfürstl. Durchl. zu Pfaltz || Als || Hertzogen zu Gülich und Berg etc. || In Appellations-Sachen || Gülich- und Bergischer Landständen || Pro & Contra || Gepflogener Handlungen
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

X 2O X

Ken Vmer auch Cburfürstl. Durchl. höchstseel. Andenkens "L. mit diesen pormaliburvon Ständen einigeaMkence gnädigst begehrt gehabt: daß dero Cammer gefälledurchdas verderbliche RnegsVOeesenerschöpffer wären/ und also nichtwohl möglichfalle/ dieMiliy.Kx-^eny darauß allein herzunehnlen.

So haben jedoch einige entweder deren Gültch-undVergischen Landen gerecktsamenuyerfahrene/ oder aber eigennüyige verhindert / daß solche wvhlgegründete l<emori-Nrz^vnen in Cburfürstl. gnädigste Conücjersrion nicht gekommen seyen ; inmassen nichtallein obgem. einseitig abgeschriebenes c^anrum (so weit dafielbe von denen Unter-thanen durch die schweristeLxecucionen zu erzwingen möglich gewesen) würcklichvon de-nen Gteur-Seberenbeygetrieben/ sonderen auch dabeneben bey letzterem in ^prili dieseslauffenden Jahrs außgeschriebenen gemeinen Landtag eine-fonderbahr in Friedens Zei-ten niemahlen erhörte LxceK^e Summ von achtmahl hundert und etlichen v:erylgtausend Rcichsrhaler gefordert / und gleich ab execurwne durch einsemge Außschcei-bung eines wegen richtigerZahlung der Militz prXkexirten sonst aber ohnnöthlgen provi-iionellen ()uanci von hundert und füntzig tausend ReichSthaler hlaut der gctrückten An-55 Z7. lagen lub n. ^7.) der Anfang gemacht worden.

ES haben zwaren dagegen Gütlch-und Bergische Land-Stande unterthänigst Ge-betten / daß mit denen einseirigen-denen obhandenen vielen l'rivNc^iiz parri« widerstreben-den-ja gar nirgentwo in denen Landen / wo Land - Stände sich befinden / erlaubmn55 ;8. Vorgriffen eingehalten werden mögte: und Zufolg deren Anlagen lub n. 53. ?9- 4r»?9.4O. 4^. öc 4z. gar über ihre Schuldigkett em proviboneües (^-ancum von hundert41.42. tausend ReichSthaler unterthanigst eingewilligt/ und dabey die Erörtberung deren vor-4Z. gebrachter Beschwerden mit tieffester Reverentz außgedetten/ womit fie im Stand seynmöchten / zu fernerer Einwilligung schreiten zu können. .

ES ist aber weder das einseittgesAußschrelben eingezogen/ weder auch die Atöt/khenmg deren erfolgt; sonderen auff'die Einwilligung deren angeforderter

unerzwinglicher Gelder angetragen worden.

ttndobwohldaraujfLand-Stände zu mehr würcklicher Bezeugung dero IhrerChurfürst!. Durchl. unsterblich zutragender wahrer Treu/ undv-vOnon» mit dem auß-trücklichen Beding : Daß die einsiirige AußfthreibunF eingezogen / die Kravamlnaerlediger/ und die Grenren Berglscher Geirhs mc>äc> vrcjjnzrio juxra msrricubm,Gülischer Seirhs aber anffden von ^.and Ständen bißzu erfolgender

der alten Marncu! umerrhanigst vorgeschlagenen nicht aber auss denschädlichen Commistariars-Füß ins Land reparr,ret werden mögten/ auss einmahlviermahl hundert tausend RelchSthaler unterthänigst eingewilligt - dabey Ihrer Cbur-fürstl. Durchl mit unterthanigsten Respect vorgeschlagen haben / daß sie die Militz(welche etwa beyde Landen übernehmen mögten) wie von alterS jederzeit geschehen/durchdero Vepuracv» richtig bezahlen lassen wollen/ umb Jhro Cburfürstl. Durchl. deßfalsin Sicherheit zustellen/ und dem unnöthigen / in dantdrtgen Landen memahlen gewesenenRriegs-Commisiariars Ambe (welches fich von wenigen Jahren hero zu vieler ihrerBereicherung/ dem ^oncnbucnten aber zu mehrerem Beschwer in das Steur-Weesen ge-44. mischet hat) die überflüßige C orgen zu benehmen / Inmassen die Anlagen lub n. 44. 45.45.46. sc 46. mehrers bezeugen.

So hat jedoch dieses alles nickt Verhelften wollen; sonderen ist <-x parre 5cren,Mmiauss sechsmahl hunderttausend ReichSthaler bestanden; wogegen aber Güllch-und Ver-n. 47. gische Land - Stände in dero vor und nach unterthänigst übergebenen/ undü-bn.47.48.48 49. ^ 49. ckululk concernenribu, Copey!ich anligenden Änffsäyen mit mehrerem in tiesse-ster Umerthänigkeit rcmvnNrjret haben : wasmassen das eingewilligtes (^uaucnm weitgrösser wäre / als die Landen beyzutragen schuldig/ und vorhin in Friedens Zeiten je-mahlen eingewilligt worden ; und seye es bey Gott eine zw verantworten schwer fallen-de Sache / die durch letztere verderbliche KnegS -Laufften gantz erschöpsste Unterthanen(welche über zwey Millionen schllldig/ und nlchr im Grand seynd / die jahrlichedarab abzuführen ) mit fernerweitlgem unerträglichen Last zu beschweren»bl 50. eSmögten Jhro Cburfürstl. Durch!, die lub n 50. rekittrirke klägliche und

dabey gnädigst behertzigen/ wie es eine bane Sacke seye/daß ein Armer Conrribusm voneinem Morgen Ackerlands (welcher durchgehend zum höchsten Pfacht kaum zweyReichSthalerRemhenkan) an einigenOerrheren vier/ fünff/ bißsiche/ und mehrRcichsrhaler an Greuren zahlen / und also nicht allein Nichts zu Unterhaltung seinesarmseeligen Lebens davon gemessen / sonderen auch das übrige emschtessen solle / und