Vom Könige Llstlvcrico II. 8r
äomingtu, cellavit etism in eis cllrilliMitmi8 äc i-eliZionis intentio. Die Wor-te v/iiu!)3?6i sind zwar sehr dunckel, sie mögten aber etwa auffolgende Artkönnen erläutert werden: Als König i'lleociericu8 i. dem ThüringischenKönigreiche ein Ende, und Thüringen zu einer Franckischen Provintz mach-te, so setzte er hin und wieder Trafen in grosser Menge ein, welche dasVolck in Gehorsam und in der Christlichen keiiZion erhalten sollten, unddieses ist die Lomnum muitimäo, deren WiMMus allhier gedencket. Erthutaber hieraufeinen grossen Sprung, ohne zu gedencken, daß denen Thü-ringern vom Könige vgZoderto Kaäuiius zum Hertzog gegeben und vorge-setzet worden, der nachgehens vom Franckischen Reiche abgefallen, undkommt auf I'llevbaläuni und kieäenum. Wer ist aber I^lleodaläuz? DerHerr von Eckhart vermeinet, es sey der Hertzog <?o?dcrtu8 dadurch zuver-ftehen. Aber wie? Ist dann Qo?bcrtu8 und icheobMus einertey, oder einName? Lckllm'mz muthmaßt und saget, eo/dei-ms habe, ehe er vom Hei-ligen Küiano getaufft worden, i'lleobaiäus geheissen, nachgehens aber in derTauffe den Namen Oo^ei-tus bekommen. Es ist dieses zwar eine blosseMuthmassung, sie lasset sich aber doch hören. Wann 'i^eo-
bnläum Ulld^eäenum juniorem Ouce8 KeIiAiolo8, das ist, Christliche Her-tzoge nennet, so gibt er dadurch zu verstehen, es hatten die Thüringer vor-hero keine Christliche Hertzoge gehabt, und gibt zugleich mit diesem zu er-kennen, durch 'i^Lobaiäum sey niemand anders, als der Hertzog Qoldei'tuszu verstehen. Da es ferner heißt: »08 vuce8 lüper 'i llunnso8 luZudrs
t^rannici I)ucatu8 inkellum vallationiZ potiu8, humn äevotion :8 obtinuitlsImperium; maZnam^ue Lomitum, c^ui popuium reZerent, mulrituclinem cor-porali per eo8 pi'Tventam morte velllollili eäuckione captivatam eise; so re-det Willibald allhier nach dem Sinn des gemeinen Volcks, welches denüblen Ausgang der Sachen, die doch gemeiniglich von einem höhern Schick-saal äepenäiren , ihren Fürsten zu schreiben. LäuÄio llolliii8 heißt hier soviel, als lläuökio injexpeäitionem dellicgm. Es ist wahrscheinlich, daß I'lleo-dalclu8 oder (io?berM8 sich damahls, als Qeilgna den Heiligen kilimmm undseine Gesellen umbringen ließ, in dem Feld Zuge bey dem ^cijore V0MU8Oppins befunden, als zwischen ihm und dem Neustrischen Majore OomuzLertllario die merckwürdige Schlacht bey Tertri lat. Textricum vorfiel. 0)
(Thür. Thron. //. Thell.) L Ich
Z. s.
(a) Vo-N diesem ?rN?io lextricenü können unter andern die /wnaleji kletenies gä gl».
716. Nachricht geben.