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Buch 2, Theil 1 (1738)
Seite
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54 l- Absatz. X. Kapitel.

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ster zu stecken; und weil er doch bey allem diesen fürchtete, es mögten dieAustralier dereinsten zur Barmherzigkeit gegen ihn bewogen werden, sozog er den Bischoff zu ttoiriei-s auf seine Seite, durch dessen Ver-anstaltung der junge vaMbei-tus in schlechter Kleidung ausserhalb Landes,und zwar in welches die alten Lcotjam nennen, gantz

unbekannt schickete, woselbst ihn niemand kennte, hingegen in Australienniemand wußte, wohin gekommen sey. Bey dieser Bewsnd-

niß und Beschaffenheit der Sachen hatte nun König cwäoveuz in Neu-strien, als nächster wohl die größte Ursach nicht darzu still zu schwei-gen. Denn war D^obei-ms hinweg, daß niemand wußte, wo er bittge-kommen war, so war ja cioäoveus unstreitig der nächste Erbe des König-reiches Äustrasien, welches ihm mit weit besserer kallon, nach dem ordentli-chen Erbgangs-Rechte, als dem Sohne des Groß-Hofmeisters c-rlmoMi,der weiter nichts, als ein Königlicher Bedienter war, gebührete. Indemer aber wohl wußte, er habe es mit einem listigen und verschlagenem Kopffzu thun, also lwuiii-te er alles , was geschehen war, und hieß es noch gutdarzu, übersendete ihm Geschencke, wie solches das Leben des Heiligen Ke-ttmc//beym 8uiiv bezeuget, um ihn unter diesen Schein nach Paris zu lo-cken. Sein Absehen hatte auch einen glücklichen Erfolg, c-i lmoaicius ver-meinte seine Sachen stünden in der besten Simeon beym Könige eioäo-veo zu Paris, dahero machte er sich auf den Weg dahin zu reisen; er wur-de aber auf der Reise von denen Lancken angehalten, gebunden und nachParis zum König cioäoveo geführet, der ihn, wegen seiner an seinem Herrnund König verübtenSchelmerey, am Leben bestraffen ließ. Wo der neueuntergeschobene Affter-KönigcllMederms hingekommen, ob er mit gleicherTodes-Strafe angesehen, oder in ein Closter gestecket worden, davon ge-dencken die damahligenmoi-ici nichts, sondern sagen nur so viesicwäoveuzhabe das Austrastsche Reich, weil man nicht wußte, wo v-iZobei-mZ hinge-kommen, in ttolltMoli genommen, (u) welches im August656. geschä-he; Dahero des vi'imOMiSohnLlliiäedertuz langer nicht, als sieben Mo-nate regieret: dann im kedrugi-io war König siZedei-ms gestorben, vonwelcher Zeit an es, bis auf den ^uZull, sieben Monate sind.

Z. IX.

c^ovovLdis 11. wurde auf diese Art König über alle Lander der ^ Fran-

§. 8.

(2) Dieses bezeuget I^ib. II. c. 7.