Vom Könige Vlaeoäederw II. ZZ
§. Xl.
Damit ich nun endlich das Schicksaal so wohl derLi-unecMlss als auchder nachgelassenen Söhne des TAeoäerici anführe, so melde kürtzlich soviel,daß auf die geschehene Einladung der Australischen Stande
mit einem gerüsteten iRriegesHeer ^nno 6iz. in dem Königreiche Austra-gen ankam"; und wie er sein Lager zu heutiges Tages Ander-nach am Rhein, aufgeschlagen hatte, so ordnete Li-uneckMälZ, die sich derZeit zu Worms befand, eine Gesandschafft an ihn ad, und ließ ihn ersu-chen , er mogte aus dem Australischen Reiche, welches König lAeoäei-icuzseinen Söhnen hinterlassen hätte, sich wieder zurücke ziehen,kiris ließ ihr hierauf zur Antwort ertheilen, er wolle durch ein ordentlichesGericht der Francken den Auspruch thun lassen, wer rechtmäßig zum Au-stralischen König erwählet worden sey.
^ §. xn.
Damit nun Li-unechMz sich in genügsame Verfassung gegen Qotlia-rium setzen mögte, so schickte sie 8tAedercum, den ältesten Sehndes verstor-benen i Neväerici, welchen sie vorgedachter Massen zum Könige in Austra-gen erkläret hatte, in Thüringen, nebst ^idöeno und Wsi , dem^gjore OoniuZ, daß sie sollten Volck aufbringen, LlotNnrio zu wiederse-hen/ Ich weiß aber nicht, was nach dieser Abreise derLiuliecNiläimSinnkommt, daß sie ^Idoeno in einem Schreiben befiehlet, v^l-oacb-iriumumsLeben zu bringen. ^.idoenuZ, als er diesen Brief gelesen, zertrümmete erdie wächserne Tafeln, worauf es geschrieben war, und schmiß die Stückehinweg, die aber ^Vgi-nüc^u-ius fand, und aus denenselben, den blutgieri-gen Sinn und Grausamkeit ersähe. Dahero, da er sonst vor sie gar sehrxortii etund ihre und ihrer EnckelWohlfahrt zu befördern eifferig beflissenwar, so vermaledeyete er nunmehro die Grausamkeit der Li uMcMiä, undwendete sein Gemüth von ihr und ihren Enckeln gantzlich ab, war auch vondiesem an bedacht das Austrasisch-und Burgundische Reich zu
zuwenden, und hingegen 'i'lleoäerici Kinder zu unterdrücken. In dieserAbsicht und Vorhaben gieng er auch mit s^edeno aus Thüringen wiede-rum zurücke, und nahm, wie er nach Metz kam, die L-'unicMicffund sämt-liche Königliche Familie und begab sich mit ihnen in Burgund. Wie erin diesem Reiche ankam, so war es ihm sehr leicht die Burgundier, die vor-hin der LrumcMici wegen ihrer Grausamkeit und Geitz spinne ftind waren,((U)ür.ChrHn.//.THeil.) E dahin