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Buch 2, Theil 1 (1738)
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Vom Könige HZcbertol.

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sich Lufft gemacht, und aus der Gefahr gerissen hatte. Es wurde eine sogute i^umonie unter Heyden Theilengestifftet, daß derdamah-

!ige Hunnen König, siZebei tv wieder Geschencke überbringen ließ. eäe-531 iuz thut hinzu, es wäre ein ewiger Friede zwischen Heyden Theilen ge-schlossen worden; wo dann zu vermuthen stehet, daß der Besitz des zwi-schen der Saale und Elbe gelegenen Thüringischen Antheils denen Liavisoder Veiiecli8, welche der Hunnen Bunds Genossen waren, be-stätiget worden.

§- v.

Als nun der Friede zwischen denen Feancken und Hunnen geschlossenund zur völligen Richtigkeit gebracht worden war, beiderseits Armeenaber noch in Thüringen stunden, so fügte sich, daß die Hunnen Roth anLebens-Mitteln litten. Bey solcher Beschaffenheit schickte Lsxanuz, Königder Hunnen, zu LiZedei mm um le-ovwu ihn zu ersuchen, mit dem Ver-sprechen, wofern er dieses thun würde, so wolle er nach dreyen Tagen mitseiner gantzen Armee aufbrechen und Thüringen räumen. Als nun 8iZe-bel tuL L3A3N0 hierinnen willfahrete, und alles übersendete, wessen er undseine gantze Armee benöthiget war, so hielte auch csZanus sein Versprechen,und räumete Thüringen, wodurch dann dieses Land von denen Hunnenwieder befreyet wurde.

§. Vl.

Was sonst König 8i5ede,-tuZ anders gethan und vollbracht, dasselbegehöret nicht in eine Thüringisch- sondern Fränckische Historie. Wir be-mercken noch allhier seinen Tod. Er zerfiel mit seinen Bruder Chilperich,und die Sache schlug in einen brüderlichen Krieg aus, worinnen er ihmefast alle sein Land weg- und so gar auch seine keinen? Paris einnahm, woinzwischen sein Bruder Chilperich nachDornick sich mm-iret hatte, welchenLiAedei-mz an dieftm Ort belägern ließ; Da er inzwischen zuvon omipei-mj Unterthanen vor ihren König aufgenommen, und nach da-mahligen Gebrauch, auf ein Schild gesetzet wurde. Als dieses vorgiengund Cbilpei'icuz sich also im Getränge befand, wolle ihm seine GemahlinkreäeKunäis Lufft machen. Sie beredete zwey Jünglinge, oder bestach sievielmehr mit Gelde, wovon aber ihr Gemahl nichts wußte. Diese mußtensich nach Viüoriacum begeben, woselbst sich König LiZederms damahls be-

C 2 fand,