Klasse VI.
Wassmburg und Schwartzwald über Georgenthal abgekaufft, ^ von wel-cher Zeit au Arnstadt, bis jetzo denen Grafen und numnehro Fürsten zuSchwartzburg gehörig gewesen, (ä)
§. l!l.
Blanckenhayn ist eine alte zwischen Kranichfeld und dem EtadtleinMadela gelegene Herrschasst. Das Schloß und das Stadtlein in derselbenliegetaneinenTannenhöltzleiN/wovonbeydes/sonderZweiffeldeuNahmenbekommen, und kan im Heydenthum allda ein abgöttischer Hayn oder gehei-ligter Wald gestanden haben, welcher dem Ort den Nahmen gegeben.Wann aber diese Herrschaffr den Anfang genommen, oder wer dieselbe amersten besessen, solches kan ich nicht sagen, weilen man in denen alten Chroni-cken hiervon nichts findet. Der erste, (n) welchen man von denen Herrenzu Blanckenhayn antrifft, ist Beringer, der ums Jahr 1230. lebte, und zweySöhne hatte, deren einer Ludwig hieß, der andern Nähme aber unbekanntist. Beringer und sein Sohn Ludwig, Herren zu Blanckenhayn, werdenAnno '-259. in einem Diffomme, darinnen eine Grafin von Schwartzburg,die zu Kranichftld Hof gehalten, ihrem Bruder, einem Grafen von Hohn-siein , etliche Hauser und Güter «oeä-rt, alsZeugen angeführet. ste
ist in einem Oipiomnre vom Jahr >272. als Zeuge unterschrie-ben, worinnen Hermann und Otto, Grafen von Örlamünde, dem ClosterCappellendorff2OO. Acker Waldung übergeben, das Ochivma findet sich in
Ludwig, Herr zu Blanckenhayn, Beringers Sohn, erzeugete einenSohn gleichesNabmens, welcher Letztere unter denen Zeugen mit angese-tzet, als Landgraf Friederich in Thüringen, und Marggraf zu 5Neissen An-no -?c>8. der Stadt Gisenach ihre Güter bestätigte, Seines ungenann-ten Bruders Sohn hieß Heim ich, welche beyde Vettern Anno 1285. von
Graf
(f) Siehe des Herrn in dessen Vorrede §.IV. und
dessen Hp. 2.
(U) Es soll auch ehedessen Arnstadt, wo nicht gantz, doch zum Theil vom Kayser Ottonedem Abt zu Hirschfeld geschcncket worden seyn.
§. z.
(a) Rixner will in seinen Turnier-Buche einen altern angeben, welchen er Graf Sigis.munelum von Blanckenheyu nennet, und von ihm saget, er wäre An. 968. mit GrafErwinen von Gleichen mit auf dem Turnier zu Merseburg gegenwärtig gewesen.(*) Dieses Dolomo ist ilt g. 7z. befindlich.