758 Nasse IV. Kap. II.
5. XVII.
Seine Gemahlin hieß wc^kOis, von was vor einem Hauseaber dieselbe gewesen, solches ist mir der Zeit unbewußt, so viel ist aber,bekannt, daß er mit derselben fünff Söhne, und eine Tochter erzeuget,von welchen hernach soll gehandelt werden. Er ist um das Jahr 135?.mit Tode abgegangen, die damahlige Meister-Sanger haben folgendeVerse, die aber nach dem heutigen Geschmack und Gehör gar übel klingen,auf ihn gemacht: ^
Der wohlgelobte Friederich, Uber dis Lob her verdienen kan,Der Graf von Beichlingen, Mit viel gebenden Händen,Der grosse hoch in Würdigkeit Laster Massen er nie gewanDer Ehren sagen wäre, Er ist an allen Enden,
Syn Lob das will tch wittiglich Gar ohne falsch und ohne MeilUs reinen Sinne singen, Ehr, Pflicht, viel rechter Milde,
Syn spitzig Lob das dünne ist Mit sinnen Lobe bin ich geilDas soll ihm seyn ummere So ich die Falschen schilte.
§. XVIII.
Von seinen nachgelassenen Kindern will ich erst von denenjenigen denAnfang inachen,welche das Geschlecht nicht,hernach von denenjenigen han-deln, die es fortgepstantzet haben. Die Tochter Sophia soll in den geistli-chen Stand getreten und eine Nonne geworden seyn. Von denen Söhnenwar vi. der älteste; der zweyte; //. der
dritte; 1. dervierdte; und ^ck^ctt/Vii. der fünffte Sohn. Von
denen drey letztern Söhnen findet man wenig und fast keine Nachricht, aus-ser nur soviel , daß Graf Heinrich von Beichlingen, in einem Briefe Herrzu Rotenburg mit seinem Vetter Friedrichen, seines Bruders Graf Geb-hard I. Sohn 133s angeführetwird. Dann ist auch vermuthlich,daß dieser tteni-icu8,oder einer von seinen jüngsten Brüdern, vonBeichlingen, der Nachgehends Chur- Mayntzischer Weyh-Bischoffge-worden, und unter andern^. 1353. den Chor in der Lieben Frauen-KirchezuErjfurt conieLrireterzeuget.^GrafHem-icuzi. übergab ^.nno 1311. den
^ Augu-
§. 18.
(a) Dieses bezeuget Ioh.Georg Ä.euckfeld in der historischen Beschreibung dreyecin der güldenen Aue, x./s. Siehe hemach die VII. Classe im Vorbericht, 135s.
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