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Stammbaum und Chronik der Familie Zeller aus Martinszell in Bayern von 1500 - 1900 : nach gedruckten Quellen, amtlichen und privaten Mitteilungen
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des Vaters und seines Bruders Christoph, welche in dasselbe Jahr sielen,sind bereits früher erwähnt worden HI, 8). Nach dem Tode seines Vateroward Johann Conrad hl 635) für kurze Zeit dessen Stellvertreter an derPfarre Nothfelden, kehrt aber noch in demselben Jahre als Stadtpsarrernnd Dekan nach Wildberg zurück, wo er bis l 6'4 verblieb. ImSeptember 1654 wurde er Dekan nnd Stadtpfarrer in Vaihingen a. E.nnd blieb hier bis 1660. 165660 war ihm die Würde eines Abtsvon Mnrrhardt verliehen, 1659 ward er zum Assessor der Landschaft er-nannt, am 27. Oktober 1660 General-Snperinlendent nnd Abt vonBebenhansen, 1661 rückte er in den weiteren, 1666 in den engeren Aus-schuß der Landschaft ein nnd war seit 1669 dessen Lenior nnd ersterAssessor.

Zellers Lebensgang war, ganz abgesehen von den persönlichen Ge-schicken, welche ihn im Familienleben trafen, auch in seinem amtlichenWirken ein sehr bewegter nnd ersabrnngsreiebcr. Seine ganze Lebensdauerfiel in die kümmerlichsten Zeitverhältnisse. Im Jünglings- nnd frühenMannesalter hatte er mit Beschwerden, Cntbehrnngen, Roth nnd Trübsal,Angst und Gefahren aller Art zn kämpfen, im späteren Mannesalterwaren die Folgen des furchtbaren Krieges ihm, wie allen Männern seinerArt, vornehmlich fühlbar. Er war von der Vorsehung dazu bestimmt,aber auch vortrefflich geeignet, den Jammerznstand der Landeskirche be-seitigen zu helfe». In dieser Beziehung hat er sich namentlich nm Hebungdes Sinnes für Zucht nnd Ordnung in seiner, durch den 30jährigen Kriegnnd dessen Nachwirkungen so sehr verwilderten Zeit dauernde Verdiensteerworben. Er war deshalb auch, ebenso wie seine Brüder Christoph<111, 1) nnd Johann Ulrich HIV, l) im Staat und bei Hof sehr wohlangesehen. Beweis dafür, daß bei der Landtags-Eröffnnng 16686:>drei Brüder Zeller zugegen waren. Während der Session fand dann imJuni 1669 die Taufe des herzoglichen Prinzen Johann Friedrich statt.Der Herzog ehrte hierbei die drei Brüder Zeller dadurch, daß sie bei derTaufe intervenieren mußten. Christoph, als Hvfprediger, vollzog denTaufakt, Johann Conrad stand als Vertreter der Landschaft zn Pathe nndJohann Ulrich, als Geheimer Negimentsrat, sprach, Namens des Dcrzogs,den Tanfgästen den fürstlichen Dank aus.

In den Ehestand ist Zeller dreimal getreten:

1: am 7. Jan. 1631 m. Anna Marie Essich, Tochter des Bürger-meisters Jaevb Essich in Bulach. Sie war geboren 9. Jan. 160!» undstarb am 12. Nov. >635 an der Pest. Sie liegt in der Kirche zn Wild-