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Stammbaum und Chronik der Familie Zeller aus Martinszell in Bayern von 1500 - 1900 : nach gedruckten Quellen, amtlichen und privaten Mitteilungen
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wohl denkbar, daß die Durchforschung der Urkunden des ehemaligenStiftes Kempten weiteres Licht über die Familie Zeller zu verbreiten ver-möchte. Bis dies geschehen ist, muß Conrad Zeller als unser ersterAhnherr angesehen werden. Denn die Angabe Bucelin's sin der der-mimiu. . . snern et prolaug, III. voll. lol. 16551678), der Ursprungunserer Familie reiche ans Georg Zeller und Negiue Jörcher um 1422zurück, ist sehr schwach begründet und scheint unhaltbar. Bucelin berufrsich auf die Ähnlichkeit der beiderseitigen Wappen. Diese ist indessen sooberflächlich, daß sie eher gegen Bucelins Deduktion als für dieselbe spricht,und es mehr Wahrscheinlichkeit hat, daß nicht unsere Familie, sondernjene Zeller, welche heute noch in Salzburg und Bayern ansässig sind,von besagtem Georg Zeller und seiner Gattin Negine Jörcher abstammen.Diese Familien haben aber mit der unsrigen lediglich den Namen gemeinsam.

Conrad Zeller lebte um das Jahr 1500 als Bürger und er-fahrener Bau- und Steinmeßmeister in seinem Heimatsort Martinszell.Seine Gattin war Elisabeth Lascher. Das Paar hatte mehrere Kinder,von welchen aber nur der Sohn Johannes H2) bestimmter bekannt wurde,welcher im Geschäfte des Vaters tätig war und sich mit ihm gleichen Ver-trauens erfreute. Vater und Sohn wurden vielfach zur Ausführung vonBauten nach Auswärts berufen. So z. B. ließ durch sie der Fürst-Abtdes Stiftes Kempten, Sebastian von Brcitcnstein H15231535), die durchrebellische Bauern ruinierten Klöster und Schlösser des Stiftes wiederaufrichten; auch bediente sich ihrer später der Cardinal und Bischof vonAugsburg, Otto Trnchseß von Waldbnrg hl5431573). Auch HerzogUlrich von Württemberg, welcher im Jahre 1521 das Schloß Hohen-Twielbei den Herrn von Klingenberg erkauft hatte, um es zu befestigen unddadurch einen Stützpunkt zwischen Mömpelgard, wo er in Verbannunglebte, und seinen Stammlanden zu gewinnen, ließ sofort nach dem An-kaufe Conrad Zeller und dessen Sohn Johannes dorthin zur Übernahmeder Bauarbeiten berufen. Zunächst waren beide, später nur der SohnJohannes dort tätig, während der Vater wieder nach Martinszell zurück-kehrte und dort im Kreise seiner Familie bis zu seinem Ableben weilte.Sein Steinmetzzeichen, nach welchem schon in früheren Jahren öfters ver-geblich gesucht wurde, obwohl dessen Vorhandensein bestimmt signalisiertwar, ist i. I. 1901 durch Finanzrat Or. Alfred Zeller in Stuttgart HV. 56)ans Hohen-Twiel wirklich aufgefunden worden.

^Vermutliche Seiten-Verwandte Conrad Zellers, weil nrknndlicbnL-rmpicinni" genannt, sind: Caspar Z., 1579 Senator und Aedil in