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mich kindlicher Schuldigkeit mich verpflege, welches dannbeide Vater und Sohn zu thun angelvbet," Nur kurzeZeit hatte der alte Pastvr die wohlverdiente Ruhe genießendürfen, im Beginn des Jahres 1675 rief ihn Gott zu sich.
Es Ware» recht bewegte Zeiten, als sein Sohn Heinrichdas Seelsorgeraint nun allein zn führen begann. Trotzaller Friedensschlüsse und Verträge hörte die katholischeLandesregierung nicht auf, Ivo sie nur konnte, die evange-lische Lurche zn bedrücken und der Ausübung ihres Bekennt-nisses hindernd in den Weg zn treten. Zu Mettinann suchteman der reformierten Gemeinde „aufzudringen, daß sie soll-ten geben zur Ziernng der Bilder, wenn die in der Pro-ression umgetragen werden", der Pastor zn Liunep wurde8 Tage zn Ratingen in Arrest gehalten, weil er bei einemLeichenbegängnis ans dem Kirchhofe zn Mintart eine Dank-sagung gehalten, in Erkrath wurde eine Frau in Strafe ge-nommen, weil sie an einem katholischen Feiertage Butter ge-kirnet hatte, ihr Mann mit ck Goldgnlden bestraft, weil er miteinem anderen katholischen Manne in's Gespräch geraten unddabei ihn gefraget „was er doch bei der Meß thnn wollte,augesehen der Pastor ihm die Iio8tis nur zeigte, sie aberdarnach selbst esse." Der Prediger von Oberkassel wurdeim Jahre 1687, als er nach dem benachbarten Spich, umdort zu predigen, ging, von Herrn von Unterbach (bei Erkrath)und dessen bewaffnetem Knechte angefallen. Die reformier-ten Gefäprten des Pastors wurden bei den Haaren ergriffenund zur Erde geworfen, seinem .Knechte rief der Herr vonUnterbach zm „Schieße ans den Hund." Als die Ange-griffenen sich dann mit Mühe ans den Händen ihrer Gegnerlosgemacht hatten und ihren Weg fortsetzen wollten, „hatder Junker das Rohp (Gewehr) ans der Hand seines Die-ners genommen und zweimal ans den Prediger gelöset,welches, wenn der Knecht vorher nicht das Pulver von derPfanne geschüttet, ein großes Unglück hätte verursachen können."