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Geschichte der reformierten Gemeinde zu Sonnborn an der Wupper
Entstehung
Seite
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Daß Benninghoven ein van der Größe und dein Ernsteseines Berufes durchdrungener Scelsvrgcr war und daßdemzufolge auch das vvn ihm auf der Kanzel abgelegteZeugnis ein ernstes, an die Gewissen dringendes war, gehtans dein vben Angeführten zur Genüge hervor. Aber seineWirksamkeit wurde erschwert durch die ungünstige Lage, inder dazumal die evangelische Kirche des bergischen Landessich befand. Seitdem Pfalzgraf Vvn Nenbnrg im Jahrel<>14 zur katholischen Kirche übergetreten war, brachenschwere Zeiten für die evangelischen Gemeinden seines Laudes an. Die Spanier, welche ll>23 den Sieg über dieHolländer davon getragen, fielen in's Land und verübtenentsetzliche Gränel und die Landes-Regiernng ließ es ruhiggeschehen. Die Gemeinde zu Solingen hatte mit ihremPastor Johannes Lüneschloß, dem Sohne E. Lüneschloß'von Sonnborn, so schwer zu leiden, daß das Konsistoriumz» Svnnborn beschloß „daß der Pastor in der Kirchen indem Gebete dieser Gemeinde fleißig svllc gedenken." InDüsseldorf, Ratingen, Mettmann, Urdenbach, Wermels-tirchen, Rade und Velbert wurde der evangelische Gottes-dienst verboten, ja der Pfalzgraf Wolfgang befahl sogar,daß alle Kirchen und Schulen im Herzogtum Jülich undBerg den Katholischen eingeräumt und alle protestantischePrediger „abgeschafft" werden sollten. Zur Ausführungdieses Befehls schickte er im Jahre U>2.ö unter dem Schubvon spanischen Soldaten den Jesuiten Pater Boys nach«Elberfeld. Es gelang diesem, sich hier festzusetzen und denkatholischen Gottesdienst einzuführen. Aber im Jahre 1l>27erschienen die holländischen Truppen, in der Nähe vonElberfeld kam's zum Treffen, in dem die Spanier unterlagen. Boys wurde gefangen genommen, entwischte aberden sorglosen Siegern. In Sonnborn wurde der Gottesdienst zwar nicht gestört, aber die Wirren in dem benach-barten Elberfeld machten sich mich hier bemerkbar. Im