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Geschichte der reformierten Gemeinde zu Sonnborn an der Wupper
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borgen, aber sie fanden ihn, ergriffen ihn und machten schonAnstalten zn einer gräßlichen Tortur, die damals häufigangewendet wurde, sie wollten ihn an den Füßen auf-hängen, Aber Gott vereitelte auch diesen Anschlag, seineFreunde eilten herbei und befreiten den gefährlich am KopfeVerwundeten auS de» Händen seiner Dräuger, die sichfluchend und schimpfend zurückzogen, In solchen Zeitenmag es wohl gewesen sein, daß die Konsistorial-Versammlnng beschloß lProt, vom l>, Januar l.">!»:>): „Weil GottesZorn vor Augen gesehen, daß wir uns zum Gebet versauuueln und einhellig zn Gott beten und haben den Mitewvch angeordnet, daß die Brüder dann fleißig kommen underscheinen sollen, den einen Tag bei Lentz vor dem Stegund den anderen bei Gerhard zum Thurm und soll einjeder Hausvater ermahnt sein Abends und Morgens in sei-nem Hause mit seinem Weib, Kind und Gesinde fleißig zubeten". Und diese Gebete der Gemeindcglieder für ihrengehetzten und bedrängten Pastor waren nicht vergeblich. DerHerr hat seinen Knecht gestärkt in dieser schweren Zeit,„Selbst verfolgt", sagt P, Cürten, „hat er den verfolgtenGemeinden gedient in der Lehre und im Trost und sichbewiesen als einen treuen Knecht Jesu Christi seines Herrnnach der Regel: „Leide dich als ein guter Streiter JesuChristi," Drückte ihn die Trübsal schwer, so tröstete ersich wohl mit den Worten der Offenbarung: „Fürchte dichnicht vor der Keinem, das du leiden wirst u, s, w," undmit denn Worte des Herrn: „Seid fröhlich und getrost, eswird euch im Himmel wohl belohnet werden, denn alsohaben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen".So unablässig ringend und arbeitend traf ihn da? Altermit seinen Beschwerden, Ein langwieriges gichtisches Leidenfesselte ihn an's Zimmer, später an's Bett, Wenn dieSchmerzen dann groß wurden, Pflegte er Wohl mit demPsalmisteu zu seufzen: „Ich bin zu Leiden gemacht", und