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Geschichte der reformierten Gemeinde zu Sonnborn an der Wupper
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Duldung, die er ihnen bisher gewährt, weiter walten zulassen. Diese reservierte Haltung nahm er weuigstcus inder nächsten Zeit ein, späterhin ist er srcilich durch die Einfliissc einer katholischen Umgebung immermehr in das pro-testantcnfeindlichc Lager hinübergezogen worden, bis erschließlich ein willenlvses Werkzeug in der Hand seinerkatholischen Räte wurde.

Aus dem eben Dargelegten ist zu ersehen, daß diepolitischen Verhältnisse, unter denen die Reformation amNiedcrrhein Fuß faßte und Boden gewann, keine dieserBewegung günstige waren und daß, wenn sie sich vollzog,dies lediglich durch die Gemeinden als solche, ohne jeglicheUnterstützung von Seiten der Landesbehörden, geschehenkonnte und geschehen ist.

Ein Beweis für letzteres ist auch die Durchführung derReformation innerhalb derjenigen Kirchengenieindc, derenGeschichte im Folgenden dargestellt Vierden soll, in Svnn-born. Bevor wir aber zur Darlegung der Reformation inihren Anfängen und in ihrem weiteren Verlans innerhalbdieser Gemeinde übergehen, sei es gestattet, in wenigenZügen das Interessanteste aus der vorreformatvrischeu Ge-schichte dieses Ortes zu berichten,

Sonnbvrn gehört zu den ältesten Orten des bcr-gischen Landes. Unmittelbar neben dem Dorfe gelegen befindet sich noch heute der Brunnen (Born), der unzweifel-haft dem Orte den Namen gegeben hat; derselbe war zuder Zeit, als das Heidentum hier zu Lande herrschte, eineheilige Stätte, dem Dienste des Sonnengottes geweiht. Anihm versammelte sich das Volk zur Verehrung der Gottheit,dem Wasser dieses Brunnens schrieb man eine heilkräftigeWirkung zu. Ob sich in der Nähe dieses BornS ein Heiligtnni befand zum Dienste des Gottes, läßt sich nicht be-stimmen, ebensowenig, wann das Heidentum hier von demChristentum verdrängt wurde. Höchstwahrscheinlich ist es

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