Der dritte Ncichsfreiherr z» Schauen Heinrich Grote 1713-1753- IgZ
Aus der Regienmgszeit des Reichsfreiherrn Heinrich Grotemögen hier noch folgende Vorkommnisse in der GeschichteSchau ens erwähnt werden:
1718 wurde zum ersten Mal der Gottesacker, der den heutigenKüstergarten neben dem reichsfreiherrlichen Grundstückbildet, benutzt.
1719 begannen neue Streitigkeiten mit Osterwieck umeinen Weideplatz an der Hornwarte, die sich 1728 wiederso steigerten, daß sich die Osterwiecker mit 50 Be-waffneten einen Weg für ihre Knhherde über die Hul-llingeröder Feldmark nach dein Wasserlochshai erzwangen.Als 1729 neue Pfändungen der ganzen Schauen'schenSchafherde mit sammt dem Schäfer seitens der Osterwieckervorgekommen waren, wurde endlich der schon oben erwähnteWeidereceß mit Osterwieck abgeschlossen, der die beider-seitigen Gemeinden bezüglich der Weide auf ihre eigenenFluren beschränkte.
1722 leistete das Dorf Hülfe, als in Veltheim die Kirche und72 Häuser abbrannten.
1730 reiste Friedrich Wilhelm I., König von Preußen, durchSchauen. Vielleicht hat sich damals die weit verbreiteteAnecdote ereignet, wonach der König, als der Ncichsfreiherrihn als Gast in seiner Herrschaft feierlich begrüßthatte, scherzend gesagt haben soll: ^ll! usus voila, ckouxsouvsrrrins! In der Regel wird dies Wort erst Friedrichdem Großen in den Mund gelegt.
1739 ist von einem Nothfeuer die Rede, „das vor dasSchweinevieh angelegt worden". Dasselbe geschah auch noch1704. Ob darunter der altgermanische Brauch des Noth-feuers zu versteh» ist, der bei Einführung des Christen-thums überall verboten wurde, ist nicht festzustellen.Immerhin scheint es eine dunkle Erinnerung an jenesheidnische Nothfeuer in sich zu schließen.
1740 schneite das reife Getreide ein und im Februar 1741erntete man auf dem Harz das eingeschneite Korn!!
Frantz, Geschichte des Bisthums Halberstadt, S. 226 fl.
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