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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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Zwei Kriege Osterwiecks mit Schaum 1671 und 1688.

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Zwei unblutige Kriege Osterwiecks mit Schauen1671 und 1688.

Seit der Zeit, wo Osterwicck zum ersten Mal das Schaucn'schcGebiet mit bewaffneter Hand betreten hatte, waren bis zur definitivenUcbernahme Schauens durch die Grafen von Waldeck mehr als100 Jahre vergangen, aber nur wenige Jahre hatte es gegeben,wo nicht irgend welche Reibereien und Streitigkeiten zwischen beidenOrten ausgcfochten und auch nicht ausgcfochten waren. Immerwieder waren es hauptsächlich Streitigkeiten, die um des Land-besitzes und um der damit verbundenen Gerechtsame willen ent-standen waren. Dieser mehr als hundertjährige Kriegmußte naturgemäß auch auf das sonstige Verhältniß der beidenNachbarorte einen Übeln Einfluß ausüben. Alles legte man sichgegenseitig auf's übelste aus und benutzte jedwede Gelegenheit,seinen verhaltenen Groll zum Ausdruck zu bringen.

Was hatte sich der Amtmann Hascnwinkel mit den Oster-wicckern herumgeschlagen! Seinem Nachfolger Christoph Gerberdingging es nicht besser. Im Jahre 1670 hatte er das Amt Schauenübernommen und Anfangs 1671 hatte er mit Osterwicck denersten Krieg.

Unterm 3. April 1671 sendet er an die hochgräslichen waldcck-schen Räthe folgenden Bericht:

Die Osterwiccker hätten mehrern Einwohnern zu Schauennicht wenig Weiden heimlich abgehauen und davonge-fahren. Als sie darüber zur Rede gesetzt seien, hätten sie ver-sprochen, Satisfaction zu geben, wenn sich bei der Besichtigungherausstelle, daß sie dazu kein Recht gehabt hätten. Dennoch hättensich die Osterwiccker geweigert, nach geschehener Besichtigung dieWeiden wieder herauszugeben. Dann fährt der Bericht wörtlichfort: „Nun hätte man wohl vermeinet, vielbesagte Osterwicckerwürden sich an diesem Versehn etwas gestoßen haben vnd „vnßmit beßrcr Nachbarschaft begegnet sehn, Aber „sie laßen sich"nach dem gemeinen Sprichwort; anstadt schuldiger erkenntniß vndtDanksagung gegen unsrc Gnädigste vnd gnädige Herrschaft, von

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