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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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Schaum kommt 1601 au Statz von Münchhausen.

Convent beschlossen, den postulirten Bischof von Halberstadt,Herzog zu Braunschweig, mit Schauen zu belehnen,worauf dieser Statius von Münchhausen mit Schauenbeafterlehnen solle, dergestalt, daß dem Stift vomHerzog bei jedem Lehnsfall 200 Reichsth aler Lehngcldentrichtet würden und Münchhausen pro rslevio5500 Thaler zu 24 Fürstengroschen in 2 Terminen bisOstern 1613 bezahlen solle. Wenn Münchhausen und seineErben aussterben sollten, dann solle, wenn der Herzog und seineErben vor denen von Münchhausen aussterben sollte, Walkenricdnicht eher Schauen in Besitz nehmen, es sei denn, daß es zuvor denErben Münchhausens wegen des alten Pfandschillings 1) 2000 Gold-gulden erlegt, 2) das Vieh und die Saat auf dem Feld an siebezahlt sei."

Durch diesen Vertrag waren die letzten Rechte derGrafen Stolberg an Schauen, ausgenommen die landcs-hoheitlichen Rechte derselben, beseitigt und Walkenriedwenigstens in etwas für den Verlust Schaucns, den esder Uebereilung eines seiner ehemaligen Aebtc zu ver-danken hatte, entschädigt.

Der bald eintretende dreißigjährige Krieg machte übrigensauch dem letzten Rest einer Verbindung Schauens mit dem Grafenzu Stolberg ein definitives Ende.

Was die Walkenrieder mit Münchhausen beschlossen hatten,erhielt sehr bald die feierliche Sanction des postulirten Bischofsvon Halberstadt, des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig.Er nahm nicht nur die Belehnung mit Schauen als Administratordes Stifts Walkenried an, sondern beafterlehnte auch unterm23. August 1611 mit Schauen Statius von Münchhausen„mit allen und jeden Hofsgebäuden, zugehörigen Kirchenlehn oderjurs ?atroimtus, Ländereien, Zehnten, Teichen und Teichstätten,Vorwerken, Mühlen, Diensten, Zinsen, Auskünften, Schäfereien,Nntergerichten, durch die ganze Schauische Feldmark, Wüstungen,Wiesen und Weyden sowohl auch Jagden unde Waidewerk in Holzund Feld, gesucht und ungesucht, und also den ganzen Bezirk."