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Älteste Familiengeschichte.
Zu den im vorigen Abschnitt erwähnten Höfen und Kottender Freiheit Barmen gehörte auch die Bredde. Dieses für frühereBarmer Verhältnisse ziemlich große Gut ist heute in der modernenGroßstadt aufgegangen, und wo sich ehemals die Felder und Bleichenausdehnte,?, da reiht sich heute Haus an Haus, Au den Namenerinnert noch die „Bredderstraße", die ehemalige Landstraße, welchemitten durch das Gut hindurch von Barmen nach Schwelm führte.
Das Gut umfaßte die Läudereieu vom Schellenberg (sogenannt nach Jasper Schell zur Scheuren), bis zwischen die heutigeBartholomäus- und Feldstraße, und zwar vom Mühleugraben an.Begrenzt war es von Wichlinghausen und den Gütern im Werth,im Kamp und zur Scheuren. Das Hofeshaus, welches an derStelle lag, wo später Herr Roßbach sein neues steinernes Hausbaute, Ecke Bartholomäus-, Süd- und Bredderstraße, hatte einenhohen Giebel, und bestand aus zwei im Winkel zu einander gebautenFlügeln, von denen der eine später abgerissen wurde. Es war einFachwerkbau, wie alle Barmer Hofeshäuser jeuer Zeit, mit schwarzenBalken, weiß getünchtem Lehmwerk und strohgedecktem Dach.
Der Hauptteil des Gutes bestand aus Feld. Au deinMühlengrabeu entlang zogen sich gut bewässerte Bleichen hin.Wald war sehr wenig vorhanden. Au der Westseite des Guteserhoben sich steile Felsmasseu, welche neuerdings größtenteils fort-gesprengt sind, um Bauplätzen Raum zu machen. Wegen ihresburgartigeu Aussehens hatte ein Teil dieser Felspartie den Namen„Burgstatt" bekommen. Die westliche Häuserreihe der Südstraßeverdeckt heute die Felspartieen fast vollständig.
Die beiden Kotten „Bredde" und „Scheuren" sollen ursprüng-lich zusammen einen Hof gebildet haben. Bei der Teilung solldann derjenige Teil, in welchem sich die Scheuer befand, nach dieser
2°) Crecelius: S, 283.