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Familien-Chronik des Ritters Michel von Ehenheim
Entstehung
Seite
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munden und seinem Volk gethan haben. Und der drit wart geordnetpeh sant Michels psarkirchcn, den svlt Herzog Christofel') mit einemHaufen beh der althan gethan haben. Also die Ungern also dieinhaber das sahen, da gaben sie die Purk auf dem Romischen konig,und ward gestürmpt, jedoch so Hilten sie die burk beh 14 tagen demtonig vor. Und nachvolgends verzog der konig zu Wien bis aufMichahelis, do samet er vil Volks aus dem reich.

Item in discm jar an sant Michels tag des heiligen erzengelstag erhob sich der Romisch knnig von Wien aus mit einem schonenwolgerusten Volk zu ros und zu fues, mit einer schonen wohlgernstenWagenburk und zoch auf Stulweissenburg zu. Und aldo vor Wien auf demreenweck vervrneten wir Franken und Schwaben sant Jorgen venlein,darunter ich Michel von Ehenheim auch verornet ward; darzn auchschelik Christofel von Limpurg. Dabeh ich mich enthielt an des konigsHof pis in das jar. Und wir Franken setzten under uns herEwolt von Liechtensteit') zu einem hauptman und Wilhelmen Schirol-dingen zu einem venderich. Und die Schwaben setzten Herr Wilhelmenvon Knöringen zu einem hauptman, der venderich ist mir nicht Wissens;und heten beh den hundert raisigen Pferden zu sant Jorgen venleinund heten mit gewalt den Vorzug, wie vor alter herkomen ist aufuns riter und knecht zu Franken und Schwaben. Wann sich herHeinrich der Prneschenk widerstund sich wol mit 1'/^ U)b) raisigenPferden den Vorzug zu haben, aber wir Franken und Schwaben wolltensolchs liit leiden von dem Pruschenken, wir wollen auch solches vonzwehen tausent knechten, die auch sant Jorgen venlein tragen wollten,das must der knnig auch im felt abschaffen zu tragen oder aber wirwollen alle Schwaben und Franken ans des konigs hanfeil geforderthaben zu sant Jorgen venlein. Und als das der konig verstund, dvlies er uns ganz freh den Vorzug, wie dann unser elter vormals behkaiser und konigen gethan haben und ir guet und bluet bei santJorgen venlein vergossen und dargestreckt haben. Darunib hr Frankenund Schwoben, tret auch in euer elteru fußstapfen und halt euchhart ober disem venlein! Wan man als vil ich derbeh und mit meintagen gewesen Pin, so setzt man doch kein grasen noch Herrn wederzu hauptleuten noch zu venderichen, anders Hab ich Michel von Ehen-heim voii den alten ritern und knechten nie geHort, jedoch so fordert

Christof von Baiern, Bruder Albrechts IV.

2) Lichtenstein.

ZMv