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Familien-Chronik des Ritters Michel von Ehenheim
Entstehung
Seite
25
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lichen zu bewarn den krieg aus und aus. Und uf deuselbigen taglegert mau sich in das darf Obergent genannt und lag alba bey 12oder 13 wachen. In der zeit doe thet man die Macht vor Kochsee.

Item auf ein tag ward der Romisch') mit Vit Volks an dreienorten gedeult für Gent, dv kom dem keiser die mehr in das here,wie das die von Gent heraussen weren, wvll sich mit dem konigschlagen. Do liefen wir sant Jorgen fenlein fliegen in dem here,darunder zoch der kaiser selbst mit seinem wagen und nam sein Har-nisch auf den wagen und sein getigert Pferd nach dem wagen, undzogen auch zu der stat Gent dem konig zu hilf, wann der Romischkaiser wollt das Romisch reichsbaner nit fligen lassen, wann es wasder Herzog von Genllich beh dem konig vor Gent. Als die von Gentgesessen hatten uf ihren thnrnen das Venlein und einen großes Volkzuzoch^), dv ruchteM die von Gent wider in die stet, und ward aufden tag nit gestalten. Und bald darnach zoch der kaiser und konickmit dem here an die sehe gegen Pierflut und handelt wider die vonPruck und Tham und wider die von Schleußt). Und darnach zochman gen Hülst und darnach überhin in Seheland. Und der kaiserzoch gen Antdvrf, do belewb er bey 8 oder zehn Wochen, bis derkönig mit etlichen surften zu dem keiser kam gen Antdorf.

alniw do mau zalt dausent vierhundert und neunzig jar dvstarb konick Mathiesch, ein kvnig zu Ungern, in der karwochen, undstarb zu Wien in der burk, in konigs Lassleins^) gemach, und warthaimlichen tod von Wien uf der Thunane gen Stulweissenbnrg gefnrtworden und in die kirchen begraben. Und ich Michael von Ehenheimbin oben dem grab gewesen, als nachvvlgend Stulweissenbnrg vondem Römischen konig gewonnen worden. Hort der zug gen Flan-dern auf.

Item in diesem jar überzochch Herzog Sigmund von Österreichs)

!) seil. König.

2) Soll wohl heißen: als die von Gent gesehen hatten das F. u. einesgroßen Volkes Zuzug.

2) rückten.

') Slnys in Zeeland.

5) Ladislaus von Böhmen.

°) Irrig für übergab.

') Sigmund der Einfältige, Graf von Tirol; nahm, da er keine recht-mäßigen Kinder hatte, Maximilian I. als Sohn an.