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Das Haus Landenberg im Mittelalter : mit besonderer Berücksichtigung des 14. Jahrhunderts
Entstehung
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Friedrich von Ortenburg und die Herzogin Elisabeth, AlhrechtsGattin, den Frieden. So war der steirische Aufstand glücklichzu Ende gebracht, nicht zum mindesten mit Landenbergs Hülfe.

1296 1 gährte es in Österreich selbst. Der Adel war un-gehalten, dass der Herzog einen grossen Teil seiner Einkünftezum Ankauf von Besitzungen für sein Haus in Schwaben ver-wendete, und dass eine Reihe Schwaben es waren, die demHerzog besonders nahe standen, und hohe Ämter bekleideten;nur deren vier sollte er noch behalten dürfen. Als aber Albrechtals diese vier den Marschall von Landenberg und die BrüderEberhard, Heinrich und Ulrich von Walsee nannte, da warendie österreichischen Adeligen nicht recht zufrieden,e wolden si dem fursten lanander Swäben hundert.

Der Herzog aber liess sich auf keine weitern Vorschriftenein, er wollte selber Heu - in seinem Lande sein.

Am 2. Juli 1298 2 sodann nahm Marschall Hermann vonLandenberg an der Schlacht bei Göllheim teil, die seinem Herrnden Sieg über König Adolf und den unangefochtenen Besitzder deutschen Krone verschaffte.

1299 3 verpflichtete sich Hermann den Grafen Iwan vonGüns zu Dank, da er ihm im Auftrag Herzog Rudolfs, zu dessenersten Rat König Albrecht ihn gemacht hatte, bei der Einnahmeder Veste Martinsberg aufs trefflichste beigestanden war. Undals am 14. Januar 1301 4 König Andreas von Ungarn zu Budastarb, geleiteten Hermann und Iwan die Königin-Witwe Agnesnach Wien heim.

Im Herbst 1301 5 besuchte Herzog Rudolf mit seiner jungenGattin Blanka von Frankreich Steiermark. Für diese Reise hatte

1 Ottokar 66771 ff. Hagen, ed. Pez, Script, rer. Austr. I p. 1127.

2 Maasden, Kaiserchron. II p. 672 (nach Zürcher Taschentuch 1893p. 112). — Anz. f. Schweiz. Gesch. u. A. 1863 p. 43.

3 Ottokar 74507 ff.

4 Continuatio Vindobonensis: Mon. Germ. Script. IX p. 721. — v. Lie-benau, Königin Agnes, Keg. 15.

5 Ottokar 75869 ff. Seemüller vermutet, der Aufenthalt in Steiermarkfalle in den Juli und August 1301, oder eher Juli bis September 1302 (weildamals am 12. September Rudolf zu Bruck war). Doch ist zu beachten, dassRudolf und der Marschall am 28. Sept. 1301 in Bruck waren. (Notizenblatt1856 p. 368).