Druckschrift 
2 (1898)
Entstehung
Seite
122
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122 Das gräflich Lamberg'sche Familienarchiv zu Schloß Feistritz bei Jlz. Z2

1637,16. Nov., Graz. Georg Herr v. Stubenberg auf Khapfenberg belehntden Hans Sigmund Frh. v. Eybswaldt mit einem Hof und zwei Hof-stätten zu Gloyach, einer Hübe zu Huemat, 4 Huben zu Marckha, undmit dem Bergrechte zu Gloyach, Marchtring, Lynbach, Glaczberg, Mitter-bach und Altenbach, womit dieser bereits ckw. 11. Jänner 1611 vonGeorg d. ält. v. Stubenberg belehnt worden war.

Siegler: Der Aussteller. Perg. mit Siegel.

1638,16. Juli. Georg Welser von und zu Guemptenstein verkauft dem MartinRoisinger von Pllrglstcin mit Zustimmung der Bergherrin Anna Elisa-beth Fr. v. Eybiswald den von Magdalena Taubenrockh gekauften Wein-garten am Attendorferberg.

1638, 2. Aug., Siena. Gottfried Frhr. v. Schrottenbach an seinen gleichnamigenVetter:

Er bleibe ungern in Siena, da unter den Deutschen Händel vor-kommen und hätte die Stadt schon verlassen, wenn er die väterlicheErlaubnis u. Geld gehabt hätte. Bittet deshalb um einen Wechsel.

1638, 9. August, Siena. Ernestus Camponsis, Hofmeister des jungen GottfriedFrh. v. Schrottenbach an dessen Vetter u. Pflegevater Gottfried Frh.v. Schrottenbach:

Sie seien von der römischen und neapolitanischen Reise wiederumzurückgekehrt und benöthigen nothwendigerweise Geld, da sie schon beidem „Roßbereitter", Fechtmeister u. den übrigen „Dixsreitii Meistern",sowie auch beim Fleischer und Bäcker Schulden machen mußten. Erwar auch gezwungen, in die „äcmins," zu gehen, wo man per Personmonatlich 12 Kronen u. noch Extraausgaben von S bis 6 Kronen zahlenmuß. Der Aufenthalt in Siena sei unleidlich, da ein dänischer Graf(der Vater sei die 2. od. 3. Person nach dem Könige) bei hellichtemTage von einem Italiener ohne Grund erstochen worden sei und dieDeutschen sich nun vereinigt hätten, den Mord zu rächen. Es hättenauch viele Deutsche sich deshalb nach Bologna begeben und auch er hättedies zur Verhinderung eines „Unglückes" gethan, wenn er Geld gehabthätte. Bitte um Geld.

1638,25. Sept., Heggenberg. Hans Friedrich Frh. v. Schrottenbach an seinenBruder Christoph Sigmund:

Den lembergerischen Unterthanen solle man, wenn sie ihren Weineingebracht haben, für die Steuerrückstände die Keller versiegeln. Wennder Bruder nach Lemberg komme, könnten sie sich auch wegen diesesGutes vergleichen und gleichzeitig besprechen, welche Schritte sie zu unter-nehmen gedenken, da ihre Mutter den „Jahrcsgenuß" nur mehr bis EndeDecember habe.

Christoph Sigmund antwortet sud cknto Collekh (?) 28. Sept. und er-theilt dem Bruder die Vollmacht, die entsprechenden Maßnahmen zu treffen.

1639,21. Febr., Bologna. Gottfried Frh. ».Schrottenbach an seinen Pflegevater:

Der neue Hosmeister Johann B. Carminelli ist bei ihm eingetroffenund kann nun die Reise nach Spanien angetreten werden. Er habe des-halb so lange gezögert, weil er erst Erkundigungen einziehen mußte,wann „die Galleren" von Genua abfahren und auch die Abfertigung desalten Hofmeisters noch nicht stattgesunden habe. Auch ein Diener sei nochauszuzahlen. Er bittet um Verhaltungsmaßregeln in diesen Angelegenheiten.

1639, 29. März, Bologna. Joh. B. Carminelli an Gottfried Frh. v. Schrottenbach.

Der junge Herr habe im vergangenen Fasching in den von demBolognesischen Adel gehaltenen Turnieren äslla. iznintnna. das Prämiumder Giostra (ein silbernes Gießbecken) gewonnen; dadurch sei aber eineVerzögerung in der Reise nach Spanien eingetreten und gleichzeitig habe