Anlage 7. (Seite 36.)
Verhandelt Skalischen, den 15. August 1883.
Am heutigen Tage versammelten sich zu Skalischen im Hause desHerrn Wilhelm v. Hofe die nachbenannten Descendenten der ersten Linieder Famile Kalau vom Hofe:
1. Wilhelm K. v. Hofe, Senior der Familie der Descendentender ersten Linie,
2. Carl K. v. Hofe, Oberst z. D., wohnhaft in Berlin,
3. Franz K. v. Hofe, Major z. D., wohnhaft zu Wiesbaden,
4. Gustav K. v. Hofe, Königlicher Gestütsdirektor und Ritt-meister a. D. zu Gudwallen,
um Beschluß zu fassen:
„ob der, seit dem Jahre 1850 bei der Königlichen Kunstakademiebefindliche Waffenschmuck des weiland Kurfürstlichen Oberst-lieutenants, Erbherrn auf Gamsau und Fünflinden, GeorgeK. v. H., bestehend aus Rüstung und Helm, der Kirche zu Arnauwiedergegeben werden soll, oder ob dieses Familien-Kleinod nochweiter in dem leihweisen Besitze der Königlichen Kunstakademiezu belassen sei."
Zuvörderst bekundet Oberst v. Hofe die traurige Erfahrung, die erbei Feststellung der Genealogie der Familie K. v. H. gemacht habe, daßmehrere Denkmäler der genannten Familie in verschiedenen Kirchen nichterhalten worden sind, und daß die Herren Geistlichen in den bezüglichenFällen auf die Erhaltung der den Kirchen überwiesenen Denkmäler derFamilie nicht denjenigen Werth gelegt haben, der wohl im Hinblick aufPietät für die der Kirche geweihte Gabe zu beachten gewesen wäre. Außerdem vorliegenden Falle mit dem erwähnten Waffenschmuck konstatirt Oberstv. Hofe noch andere eklatante Beispiele, die wohl geeignet scheinen dürften,den oben angeführten Ausspruch zu bestätigen.
Hierauf wurde das sehr gefällige Schreiben ä. ä. 11. August 1883der Königlichen Kunstakademie verlesen, und erklärten sich die Unter-zeichneten mit den von dem geehrten Borstande der Königlichen Akademieentwickelten Ansichten und mit den von Hochdemselben dargebotenen Offertenin Bezug auf Restaurirung und Aufbewahrung erwähnten Waffenschmuckeseinverstanden.
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