Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

Durch diesen ehelichen Bund erhielten die verwaisten Kinder einevortreffliche Stiefmutter, die für die Wohlfahrt derselben stetsmit voller Hingebung gewirkt hat. Nach seiner zweiten Ver-heirathung erwarb Adolf durch Kauf das Gut Reimannsfelde,welches er mehrere Jahre hindurch bewirthschaftete. Körperliche Leidenbewogen ihn jedoch, von der Verwaltung seines Gutes zurückzutreten.Die Sorge um die Erziehung seiner Kinder veranlaßte ihn schließlich,Reimannsfelde zu verkaufen und nach der mit sehr guten Schulenversehenen Stadt Elbing überzusiedeln, wo er auch bis zu seinemTode als Privatier gelebt hat. In kräftigem Mannesalter ereilte ihnder Tod; er starb am 26. Juni 1876 an einer Darmentzündung nachkurzem, mit großer Geduld getragenem, schmerzvollem Leiden und hinter-ließ seiner Gattin aus erster Ehe zwei Söhne und eine Tochter, auszweiter Ehe drei Töchter.

Es ist dem Verfasser wegen unzureichender Information versagt,eine ausführlichere Biographie des Verstorbenen zu geben. Obgleich er mitdem Heimgegangenen nur einige Jahre in brieflichem Verkehr gestandenhat und nur zweimal im Leben mit demselben persönlich zusammen-getroffen ist, so kann er doch bekunden, daß seltene Herzensgüte, großeLiebenswürdigkeit und Rechtlichkeit, unerschütterliche Festigkeit in seinenGrundsätzen und eine edle patriotische Gesinnung die Hauptzüge seinesvortrefflichen Charakters waren. Mit ihm ist ein zärtlich liebenderGatte und Vater in das Grab gesenkt worden. Auf dem Kirchhofzu Elbing hält er seinen ewigen Schlaf. Möge ihm die Erdeleicht sein!

Ii.