cr in dieser Stellung, in welcher er sich die Zufriedenheit seiner Vor-gesetzten und die Verehrung seiner Untergebenen erwarb. Im Jahre1842 wurde er zum Kommandeur des 1. Bataillons (Graudenz) desLandwehr-Regiments Nr. 5 ernannt, am 27. März zum Oberstlieute-nant befördert und am 21. Mai desselben Jahres auf seinen Antragin den Ruhestand versetzt. Laut Allerhöchster Cabinetsordre wurdeer mit der gesetzlichen Pension, der Erlaubniß zum Tragen der Regi-mentsuniform, Aussicht auf Anstellung im Civildienst und Verleihungdes Rothen Adlerordens 4. Klasse verabschiedet.
Mit unermüdlichem Eifer und wahrer Hingebung hat er, ob-gleich körperlich sehr leidend, den Allerhöchsten Dienst bis zu seinemAustritt wahrgenommen.
Sein Scheiden aus dem Regimente, dem er 33 Jahre angehörthat, wurde auch von allen seinen Kameraden wahrhaft bedauert.
Bezüglich seiner Familienverhältnisse ist zu erwähnen, daß er alsHauptmann im Jahre 1832 Auguste Steffahnp heirathete. Auguste,geboren 20. April 1805, ist die Tochter des Steuer-Inspektors Sieg-fried Steffahny und der Charlotte Kakau, letztere eine Urenkeltochterdes Raths- und Erbherrn auf Dommelkeim, Daniel Kakau, Stifters desFamilien-Legates und des Stipendiums.
Eduards eheliche Verbindung war nicht aus Vermögensrück-sichten zu Stande gekommen, sondern sie war ein Bund zweier Herzen,die durch Liebe zu einander hingezogen wurden. Die Erwählte, vongediegener Bildung, klug und liebenswürdig, soll zur Zeit ihrer Ver-heirathung eine bestrickende Schönheit gewesen sein, dabei sehr musi-kalisch und begabt mit einer vortrefflichen Gesangsstimme.
Mit seinem Ideal, wie Eduard seine Gattin zu benennen pflegte,lebte er bis zu seinem Lebensende in glücklicher Ehe, der ö Kinder(3 Knaben und 3 Mädchen) entsprossen. Für die Erziehung ihrerKinder waren die Eltern ungemein besorgt; sie thaten Alles, was inihren Kräften stand und sparten keine Opfer. Nur an ihren Töchternerlebten sie Freude, leider nicht an ihren Söhnen. Letztere, welcheauf der Schule nur geringen Trieb zum Lernen bekundeten, blieben inihrer wissenschaftlichen Ausbildung sehr zurück und verursachten den
Eltern namenlosen Kummer.
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