Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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III. Atittnlimt.

Der Stammvater dieser Linie ist Bernhard Abbrecht Ferdinand"),geboren am 22. Februar 1768 zu Lengwethen, zweiter Sohn des Bern-hard K. v. H. und der Sophie Charlotte Johannsen. (S. Seite 78).

Den ersten Unterricht erhielt Albrecht im Elternhause, kam mit17 Jahren 1782 in das Collegium Fridericianum zu Königsberg,bezog 1785 die Albertina und widmete sich dem Studium der Rechts-wissenschaften. Nach Vollendung seiner akademischen Bildungwurde er beim Justiz-Magistrat zu Jnsterburg beschäftigt und am15. December 1799 als Auskultator beim Stadtgericht zu Memel ver-pflichtet. Im Jahre 1793 erfolgte seine Anstellung als Rathsmannbeim Justiz-Magistrat zu Gumbinnen, in welcher Stellung er 4 Jahreverblieb.In Betracht seiner Geschicklichkeit, seiner treuen Diensteund sonstigen guten Eigenschaften" wurde er laut Allerhöchster Cabinets-Ordre vom 39. März 1797 zum Justiz-Bürgermeister und Stadt-richter zu Gumbinnen ernannt."-)

Nach Verlauf von 12 Jahren wurde er bei der Reorganisationder Justizbehörde im Jahre 1899 zum Director des Land- und Stadt-gerichts zu Gumbinnen befördert. In dieser Stellung hat er 18 Jahremit großer Umsicht, Erfahrung und strengster Gerechtigkeit gewaltet. Nach einer 37 Jahre langen, angestrengten Thätigkeit fühlte ersich, bei seinem vorgerückten Alter, nicht mehr kräftig genug, seinenschweren Beruf länger zu erfüllen, und bat um seine Pensionirung, dieihm auch zum 1. Januar 1828 laut Allerhöchster Cabinets-Ordre vom23. December 1827 gewährt wurde.

") Führte Anfangs den Beinamen v. Hofe nicht, nannte sich nur Kakauspäter Kalau v. Hoffe, zuletzt Kalau v. Hofen.

"*) Nach dem Wortlaute der Königlichen Bestallung von 3(i. März 1797.