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erhalten; „„Ist es gut, mein Kind, daß ich sv streiche?"" und erhieltvon der Schlafenden zur Antwort: „„Ach ja! ja! ja!"" Diese mitvernehmbarer, lauter Stimme abgegebene Antwort erschreckte mich der-art, daß ich meine Manipulationen aussetzen mußte. Nachdem meineAufregung sich gelegt hatte, setzte ich die Bestreichungen wieder fortund richtete an die Schlafende noch mehrere Fragen, welche alle be-antwortet wurden. Aui meine Frage, auf welche Weise sie gesundwerden könnte, gab sie genau die Medikamente an, welche anzuwendenseien, auch verlangte sie, bei Eintritt ihrer Schmerzen in Schlaf ver-setzt zu werden. Auf die Frage, wie lange sie krank sei, gab sie dieJahre an, während welcher sie das Bett nicht verlassen hatte, undauf meine letzte Frage, wer augenblicklich im Zimmer sei, nannte siedie Anwesenden. Inzwischen war bei mir eine vollständige Erschöpfungund ein sehr starkes Herzklopfen eingetreten, so daß ich au.ßer Standewar, die Manipulationen fortzusetzen oder weitere Fragen an dieKranke zu richten. Dieselbe lag wie erstarrt da, eine richtige Som-nambule, eine Hellsehende. Der Vorgang, der sich in geisterhafterStille vollzog, hatte alle Anwesenden tief bewegt. Der Arzt ordnetean, daß die Schlafende unter keinen Umständen geweckt werde; dielangjährige Krankenwärterin wurde bei ihr zurückgelassen, und wirbegaben uns in das Wohnzimmer. Hier beglückwünschte mich derArzt zu meinem seltsamen Erfolge, notirte in Gemeinschaft mit demSuperintendenten den ganzen Vorgang und die von der jungen Som-nambule angegebenen Medikamente und Methode ihrer Behandlung.Der Superintendent sprach mit tiefbewegter Stimme Worte des Dankes,daß der allmächtige Gott ihm einen Retter für sein krankes, elendesKind gesendet habe, und bat mich, auch für die Folge seinem Kindemeinen wohlthuenden Einfluß nicht versagen zu wollen. Ich gelobteihm, die ärztliche Behandlung durch meine Einwirkung jederzeit zuunterstützen. Nach der von der Kranken selbst angegebenen Methodeund unter Anwendung der von ihr genannten Medikamente erfolgtenun die ärztliche Behandlung, die sich gleich von vornherein als er-folgreich bewährte. Während derselben wurde die Leidende durch michwiederholt in magnetischen Schlaf versetzt, in welchem sie dann stetsdie Art und Weise ihrer Behandlung regelte und die ihr zu verab-