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verstorbene Frau nicht als Braut, sondern als ein 14jähriges Kind,das mir damals zum ersten Mal zu Gesicht kam, in magnetischenSchlaf versetzt habe, wobei sie auch nicht in lateinischer, sondern indeutscher Sprache die Methode ihrer Behandlung und die zu ge-brauchenden Medikamente angegeben hat. Damit aber, in Anbetrachtdieses merkwürdigen, fast wunderbaren Ereignisses keine lügenhaftenGerüchte mehr verbreitet werden, will ich den Hergang der Begebenheit und die näheren Details ausführlich und wahrheitsgetreu be-richten. Es war im Winter des Jahres 1850, als ich in derStellung eines Gerichtsreferendars dem Stadtgericht zu Stallupoenenüberwiesen wurde. Ich unterließ es nicht, in der kleinen Stadt,meinem neuen Domicil, die obligaten Visiten bei den Honoratiorenabzustatten. Eines Tages machte ich auch dem SuperintendentenSchulz meine Aufwartung, von dem ich in der liebenswürdigstenWeise empfangen wurde. Wir unterhielten uns sehr lebhaft, und ichwurde namentlich durch das wohlwollende, ehrende Andenken, welcheser meinem verstorbenen Vater zollte, erfreut. Im Laufe der weiterenUnterhaltung machte mir der würdige Herr die Mittheilung, daß ereinen großen Kummer in Folge der Krankheit seines Kindes zu er-tragen habe. „„Mein Töchterchen"" —so fügte er hinzu —„„ist schon seitlängerer Zeit gelähmt und an das Bett gefesselt, und, wie es scheint,ist das Leiden unheilbar."" Bald darauf erschien auch die FrauSnperintendentin, die sich an der weiteren Unterhaltung lebhaft be-theiligte. Als ich mich empfahl, sagte die Frau Superintendentin zumir' „„Wir müssen sehr bedauern, daß wir unseres kranken Kindeswegen nicht in der Lage sind, Gesellschaften geben zu können."" Nachdieser Erklärung schied ich von dem liebenswürdigen Ehepaare. Wasjetzt folgt, ereignete sich, als ich kaum das Haus des Superintendentenverlassen hatte. Das kranke Kind verlangte sehnsüchtig nach derMutter und sagte, als dieselbe erschien- „„Mama, der Doktor,welcher soeben seinen Besuch gemacht und so laut und deutlich ge-sprochen hat, ist der, welcher mich gesund machen wird."" Die Mutter,über diese Aeußerung erstaunt, erwiederte: „„Liebes Kind, der Herr,welcher hier war, ist kein Arzt, sondern ein Referendar, welcher zumhiesigen Gericht versetzt ist."" Nach dieser Entgegnung begann die