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2 (1890)
Entstehung
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bekümmert um die Zukunft seiner Söhne, die sich zur Zeit auf derUniversität zu Königsberg befanden, richtete er sein ganzes Strebendahin, jene von den sogenannten Freiheitsideen fernzuhalten. Er be-zeichnete die Schwärmerei für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit als einPhantom und ermahnte seine Söhne, bei etwa vorkommenden Volks-versammlungen die Rednertribüne zu Gunsten des Freiheitsschwindelsnicht zu betreten, sondern Ehrfurcht gegen Gott und Treue gegen denKönig zu bewahren.*)

Seine körperliche und geistige Kraft war nicht widerstandsfähiggenug, um alle jene Aufregungen zu ertragen. Die Aussicht aufGenesung begann zu schwinden, er siechte dahin, und am 14. Dezember1849 brachte ihm ein sanfter Tod die ewige Ruhe. Sein Heimgangwurde nicht nur von seinen Angehörigen und seinen zahlreichen Freunden,sondern auch von den Mitgliedern seiner großen Gemeinde in dank-barer Erinnerung an sein segensreiches Wirken schmerzlich empfunden.Sein Begräbniß legte Zeugniß ab von der Trauer, welche sein Hin-scheiden erregte, und von der Liebe und Anerkennung, die er sich erwor-ben hatte. Er hinterließ seine Gattin mit 8 Kindern. Seine Wittweüberlebte ihn indeß nur wenige Monate und verschied am 4. April1850. Die Verstorbene, welche ein Alter von 63 Jahren erreichthatte, war eine Frau von ausgezeichneten Eigenschaften des Geistesund Herzens, eine vortreffliche Gattin und Mutter. Auf dem Kirch-hofe zu Kattenau ist ihr laubumkränzter Hügel zu finden, unter demsie vereint mit ihrem Gatten ruht, pietätvoll gepflegt von ihrenKindern und Kindeskinderu.

3) Ernestine Louise, geboren 1790, starb unvermählt 1808.

4) Friedrich, geboren am 11. Februar 1795, jüngster Sohn desErnst Ludwig und der Louise Kempfer, Pfarrer zu Jschdaggen, Stamm-vater der Descendenten der 4. Seitenlinie.

*) Siehe den Briefwechsel mit seinen Söhnen Otto, Julius und Johannes.II. 1k