Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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an, es ist ihm keine Frist gegeben, er stürzt ihn mitten in der Bahn"so zur Wahrheit werden, wie dies bei dem Entschlafenen der Fallwar, Ueber seine letzten Augenblicke giebt der in der Anlage unterNr, 43 befindliche Brief seines ältesten Sohnes Gustav näheren Auf-schluß. Auch Verfasser kannte den Entschlafenen persönlich, fühltesich zu ihm hingezogen und verehrte ihn aus vollem Herzen. Be-zeichnend für seinen Charakter mag die Stelle eines von ihm an denVerfasser gerichteten Briefes, d. d. Dresden, 12. Oktober 187S, sein,worin er schreibt!

Ich würde mich freuen, mein lieber Vetter, wenn es mir mög-lich wäre, Ihnen die Lücken in der von Ihnen verfaßten Genealogieausfüllen zu helfen, aber bei aller Theilnahme, die ich von frühesterJugend an für die Tradition unserer Familie hatte, kann ich Er-schöpfendes doch nicht herbeischaffen. In jedem Falle ist meine Freudegroß, daß es meinem braven Vater gelang, den verarmten Zweig derFamilie wiederum an die Oberfläche zu bringen, und an meinemTheil habe ich nichts versäumt, um in die Fußtapfcn des gewißSeligen zu treten.Ueb' immer Treu und Redlichkeit" war unserWahlspruch, und alle meine Kinder sind mir Bürge, daß sie unfernNamen mit Ehren tragen werden. Mit großer Ruhe werde ich dieser-halb mein Haupt auf das Sterbekisfen legen können. Gott befohlen!Ihr alter treuer Vetter G. K. v. Hofe"

Bei einem sehr wohlgefälligen Aeußeren besaß der Entschlafeneschöne Eigenschaften des Herzens! er war wohlthätig gegen Arme,voll des strengsten Rechtsgefühls und von einer seltenen Geradheit,Offenheit und Biederkeit des Charakters; er war ein Freund allesSchönen und Guten, der Stolz seiner Familie, seinen Kindern einleuchtendes Vorbild, und seinen Freunden ein treuer Genosse. Möge erin Frieden ruhen und an ihm das Wort erfüllt werden!Das An-denken des Gerechten bleibt in Segen!" Seine verehrungswürdigeGattin lebt noch gegenwärtig in Dresden in guten Verhältnissen undbetrauert mit ihren drei Töchtern Natalie, Bertha und Elise den Heim-gegangenen.

6) Friedrich Wilhelm, geboren am 27. März. 1810, erhielt seineerste wissenschaftliche Ausbildung auf der Burgschule zu Königsberg,II. rs