Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
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12. August, erfolgte auch seine Beförderung zum wirklichen Capitainund Chef der 8. Compagnie. Am 3. Juni 1833 zum Major undzum Commandeur des 2. Bataillons jJnsterburg) I. Landwehr-Regi-ments befördert, wurde er am 27. April 1838 zum 4. Infanterie-Regiment und zwar als Commandeur des 1. Bataillons nach Danzigversetzt. Von dieser Stellung entbunden, wurde er am 29. März 1844mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Seiner Verdienstewegen, die er sich im Kriege erworben hatte, erhielt er noch nachträglicham 10. Januar 1846 den Charakter als Oberstlieutenant. Im Jahre1832 schied er auf seinen Antrag aus der Stellung der zur Disposi-tion gestellten Offiziere ans und erhielt den Abschied am 16. Marzdesselben Jahres.

In vorstehenden Zeilen hat Verfasser aus den vorhandenenUrkunden-) und Familiennachrichten die Jugendzeit und den späterenLebensgang Johann Friedrichs als Soldat dargestellt. Es erübrigtnun noch, auf seine Familienverhältnisse näher einzugehen.

Am 11. Juni 1812 verehelichte sich Johann Friedrich auf demFort zu Friedrichsburg in Königsberg i. Pr. mit der 18 Jahre altenSophie Barbara Amalie, geb. 9. Mai 1794, Tochter des General-pächters Andreas Rhenius auf Bachmann bei Meine! und der CharlotteAmalie von Meerscheidt-Hüllessem."'") Mit seiner jugendlichen Gattin,welche von ihren Zeitgenossen als eine Schönheit gefeiert wurde, lebteer in der glücklichsten Ehe, die mit 7 Kindern gesegnet ivar. Eineganz besondere Sorgfalt wurde auf deren Erziehung verwendet. Vonden 4 Söhnen widmete sich der älteste, Namens Johann Albert, undder jüngste, Friedrich Achill, dem Soldatenstande, die beiden anderenSöhne, Hermann und Gustav Adolf, der Landwirtschaft. Von denTöchtern vermählte sich die älteste, Bertha, mit Carl Breetz, der als

") Archiv des KricgSministcriums.

Charlotte Amalie ivar die Tochter des Majors v. Meerschcidt-Hüllessem,in 1. Ehe mit einem Herrn v. Gohr verheirathet, nach dessen Tode sich die jugend-liche Wittwe und Mutter eines Kindes mit dem Generalpächtcr Andreas Rheniusvermählte. Ju ihre II. Ehe brachte sie den Sohn erster Ehe, den späteren Lieu-tenant v. Gohr und Besitzer von Kischken-Garge. Hiernach ist Sophie Rhenius,die Gattin des Johann Friedrich K. v. H., eine Stiefschwester des Lieutenants Frie-drich v. Gohr.