Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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Obgleich er unverheirathet war, betrachtete er sich dennoch alsältester Sohn des Commissionsraths Johann Albert Philipp v. Honen,als Haupt der Familie, dominirte seine Geschwister und deren Kinder,war aber auch gleichzeitig sehr besorgt, für deren Wohlfahrt zu wirken.Von maßloser Eitelkeit und unbegrenztem Hochmuth getrieben, strebteer vorzugsweise darnach, das Ansehen seiner Familie mehr zur Gel-tung zu bringen.

Am 10. October 1786 richtete er ein Immediatgesuch an denKönig Friedrich Wilhelm It., worin er wörtlich schreibt:

Schon der durchlauchtigste Kurfürst Friedrich Wilhelm derGroße haben anno 1663 des Unterzeichneten Voreltern seiner Ver-dienste wegen mit dem Adelsthume huldreichst zu begnadigen geruht.Widriges Geschick hat dessen Söhne zerstreut und einen aus diesenStaaten nach Brabant entfernt, woher auch dessen Nachkommendieses Vorrechtes sich nicht vollständig zu erfreuen gehabt haben.Angeborene Landestreue und natürliche Liebe zu seinem Naterlandebeseelten meinen Vater, nach vielen Bemühungen sich und seine Familieden Königlichen Preußischen Staaten zu widmen und mich und meinebeiden noch lebenden Brüder in Euer Königlichen Majestät Dienstezu bringen, wovon der älteste, Johann Arnold, bei dem Wuthenowschenund der jüngste, Friedrich Rudolf, bei dem Hohensteinschen Husaren-Regiment als Rittmeister stehen" u. s. w. und schließlich bittet:dievon dem Großen Kurfürsten verliehenen, aber durch widriges Geschick*)besonders durch Verheiralhungen verdunkelten Vorrechte allergnädigstzu erneuern und völlig herstellen zu lassen und auch auf den Frei-herrntitel auszudehnen."*")

Neben dem Immediatgesuch richtete Betram auch ein besonderesGesuch an den Minister v. Hertzberg mit der Bitte, daß derselbeseinen Einfluß zu Gunsten des Bittstellers geltend macheu möchte. JndiesemGesuche wiederholte er die Angabe seiner Abstammung von den durchden Großen Kurfürsten im Jahre 1663 uvbilitirten Voreltern. In

") Daswidrige Geschick", besondersdurch Vcrheirathung verdunkelt",scheint sich nicht allein auf Johann Friedrich mit der Brook, sondern auch aufJohann Albert mit der Striebeck zn beziehen.

Siehe Anlage 36.