Besser erging es dem Schwanekamp jedoch im weiteren Ver-laufe des Krieges, denn ein Salve-Garde-Brief des Herzogs Ferdinandvon Braunschweig vom 21. März 1760 beweist uns, daß dem Rathvon Hoven sder Name hat sich schon geändert!) für sein adliges Frei-gut Schwauekamp die Sicherung „für allen Unfall-, Einguartirung undMaraudiren" verbrieft wird."")
So weit die Nachrichten über den Schwanekamp, welche HerrA. Waldhausen uns überliefert. — Dem Verfasser möge es nun ge-stattet sein, zur Biographie des Johann Arnold zurückzukehren, wo-bei es nicht unterlassen wird, Daten, welche ans den Schwanekampund die Familie v. Hoven Bezug haben, aus der Fortsetzung jenerNachrichten an zutreffender Stelle hervorzuheben.
Aus den Familienüberliefcrungen geht hervor, daß JohannAlbert Philipp nur ein Jahr den Schwanekamp selbst bewirthschaftetund daselbst mit seiner Familie nur einen Sommer verlebt hat. ImJahre 1742 verpachtete Johann Albert Philipp die Besitzung mitHaus, Hof, Gärten, Wiesen u. s. w. auf die Dauer von achtzehnJahren an Johann Grote."") Nach Abschluß dieser Verpachtung ver-
Sambsttag den 26. dieses Vormittags Glock 11 Uhr in hiesiger Burgfreiheit stehen,wofern er aber auch nur ein eintziges Pferd verschweigen oder zu Hauß haltenwürde, alßdnnn für obgcmelte Straff deren 25 Goltgulden sofort exequiret werden.
''1 (Vor dem Text bildlich dargestelltes großes Wappen mit den InschriftenUoni soit ragl 7 psnss und Uoeko knoismlo rmruiusiu kirusus. Zu Deutsch:Ein Scheint, der Böses dabei denkt, und: Wenn Du recht thust, brauchst Du Me-maud zu scheuen.)
„Wir Ferdinand, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, General sn Lllskder Armee Seiner Königlichen Majestät von Großbrittanien und ChurfürstlichenDurchlaucht zu Brnuuschweig und Lüneburg, Erthcilcu hiermit dem KöniglichPreußischen Commissions-Rath von Hoven für sein Adliges Freh-Guth Schwane-kamp im Stift Essen gelegen, damit selbiges für allen Ueberfall, Einguartirungund Maraudiren befrehet bleibe, diesen bey Uns nachgesuchten Salve-Gnrde-Bricf,und ist Unser ernster Wille und Befehl, daß derselbe von Allen unter Unserm Be-fehl stehenden Böllern gehörig rcspectiret werde.
Siguatum Haupt-Quartier zu Paderborn,
den 21. Mertz 1760. Ferdinand."
*") Anno 1742, 3. Dezember, erschien vor Notar und Zeugen der Hochedel-geborene Herr Johann Albert Philipp von den Hoven, Hochgräflich LeiningenscherRath, und dessen Ehegattin Frau Anna Elisabeth Heinriette Striebeck und gaben